Deutschland, KriminalitÀt

Versicherer: SchĂ€den durch WohnungseinbrĂŒche gestiegen

22.04.2026 - 12:56:36 | dpa.de

Rund 100.000 WohnungseinbrĂŒche zĂ€hlten die Versicherer im vergangenen Jahr – deutlich mehr als die Polizei. Die SchĂ€den liegen bei Hunderten Millionen Euro.

Die Zahl der WohnungseinbrĂŒche ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. (Symbolbild) - Foto: Philipp von Ditfurth/dpa
Die Zahl der WohnungseinbrĂŒche ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. (Symbolbild) - Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Wohnungseinbrecher haben im vergangenen Jahr einen Versicherungsschaden von rund 380 Millionen Euro verursacht. Das waren zehn Prozent mehr als im Vorjahr, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mitteilte. Demnach zÀhlten die Versicherungsunternehmen in Deutschland im Jahr 2025 rund 100.000 FÀlle.

Das sind deutlich mehr als die rund 83.000 WohnungseinbrĂŒche, die in der Polizeilichen KriminalitĂ€tsstatistik (PKS) fĂŒr das vergangene Jahr aufgefĂŒhrt sind. Das liegt dem GDV zufolge daran, dass bei den Versicherern mehr FĂ€lle gemeldet werden als bei der Polizei, etwa, wenn SachschĂ€den an der betroffenen Wohnung entstanden sind, aber nichts geklaut wurde.

Durchschnittlich rund 3.850 Euro Schaden pro Einbruch

Die durchschnittliche Schadenssumme pro Einbruch lag dem GDV zufolge bei rund 3.850 Euro und damit um 200 Euro ĂŒber dem Niveau des Vorjahres. Gestohlen wĂŒrden bei EinbrĂŒchen vor allem GegenstĂ€nde, die sich gut weiterverkaufen ließen, etwa Schmuck oder elektronische GerĂ€te wie Handys, Konsolen und Computerzubehör.

Gegen EinbrĂŒche könnten sich Verbraucherinnen und Verbraucher gleichwohl schĂŒtzen. Der GDV empfiehlt etwa Fenster mit abschließbaren Griffen oder zusĂ€tzliche mechanische Verriegelungen an TĂŒren und Fenstern. Mit Zeitschaltuhren könnten zudem Lichter so gesteuert werden, dass auch bei Abwesenheit der Eindruck entsteht, dass jemand zu Hause ist. Laut PKS fĂŒr das Jahr 2024 scheitern knapp die HĂ€lfte aller Einbruchversuche.

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