Todesursache, Vieritz

Todesursache des SchĂŒtzen von Vieritz weiter ungeklĂ€rt

13.11.2023 - 13:15:49

Rund 35 Stunden verschanzt sich ein schwer bewaffneter Mann in seinem Haus. Am Ende finden ihn die PolizeikrÀfte tot auf dem Dachboden. Zur Frage, wie der Mann ums Leben kam, hÀlt sich die Staatsanwaltschaft bedeckt.

Die Todesursache des Mannes, der sich am Wochenende in seinem Wohnhaus in Vieritz eineinhalb Tage bewaffnet vor der Polizei verschanzt hatte, ist weiter ungeklÀrt.

Die Leiche des Mannes sei am Sonntag obduziert worden und es gebe erste Erkenntnisse, sagte der Sprecher der Potsdamer Staatsanwaltschaft, Christian-Alexander Neuling. Es ist demnach aber noch nicht abschließend geklĂ€rt, ob der Mann sich selbst getötet hat oder von einer Polizeiwaffe tödlich getroffen wurde. Der Mann wurde am Ende des Einsatzes in der Nacht zum Sonntag tot auf dem Dachboden gefunden.

Mehrere Schusswechsel mit der Polizei

Der Mann hatte sich wĂ€hrend des Großeinsatzes in Vieritz am Freitag und Samstag mehrere Schusswechsel mit der Polizei geliefert. Die Polizisten wollten in dem Dorf in Brandenburg, das zur Gemeinde Milower Land gehört, einen Gerichtsbeschluss vollstrecken und ein Kind dem Jugendamt ĂŒbergeben. Wegen möglicher KindeswohlgefĂ€hrdung waren auch Spezialeinheiten der Polizei beteiligt. Doch es gelang nicht, das Kind aus dem Haus zu holen. Zwei MĂ€nner verschanzten sich dort, auch das Kind und seine Mutter waren im Haus.

Einer der MĂ€nner wurde am Freitagabend festgenommen und kam in der Justizvollzugsanstalt Wriezen in Untersuchungshaft. Ihm werde der Besitz einer nicht unerheblichen Menge Cannabis sowie das MitfĂŒhren gefĂ€hrlicher GegenstĂ€nde vorgeworfen, sagte Neuling. Dabei solle es sich um schussfĂ€hige Waffen handeln. «Dies muss aber noch untersucht werden», betonte der Staatsanwalt.

Waffen und eine Handgranate im Haus gefunden

Die Mutter und das Kind konnten das Haus dann in der Nacht zum Samstag unverletzt verlassen. Das Kind wurde dem Jugendamt ĂŒbergeben. Zum Geschlecht und dem Alter des Kinds wollte sich die Staatsanwaltschaft weiter nicht Ă€ußern.

Die Ermittler wollen derzeit keine AuskĂŒnfte zu den Beteiligten und den HintergrĂŒnden der Tat geben. Allerdings wurde nach Angaben der Polizei auf dem GelĂ€nde und in dem Haus eine Vielzahl von Waffen gefunden, darunter auch eine Handgranate. Das Haus war weiterhin abgesperrt. Ermittler durchsuchten das Objekt und sicherten Spuren. Am Nachmittag war vor Ort zu sehen, dass EinsatzkrĂ€fte mehrere Kisten mit Waffen und eine Armbrust aus dem GebĂ€ude trugen.

@ dpa.de