BetrÀchtliche Feinstaub-Emissionen durch Osterfeuer
18.04.2025 - 05:00:42Die in weiten Teilen Deutschlands gÀngigen Osterfeuer verursachen nach Angaben des Umweltbundesamts (UBA) Àhnlich hohe Feinstaubemissionen wie die Feuerwerke an Silvester. Bei Brauchtumsfeuern, zu denen insbesondere Osterfeuer zÀhlen, entstanden demnach im Jahr 2023 schÀtzungsweise 1.200 Tonnen des Feinstaubs PM2,5 - also mit einem Durchmesser bis 2,5 Mikrometer, Tausendstel Millimeter. Beim Silvesterfeuerwerk waren es demnach 1.150 Tonnen.
«Feinstaub schadet unabhĂ€ngig der vorhandenen Konzentrationshöhe der Gesundheit», heiĂt es in einer Mitteilung des Bundesamts. Die feinen Partikel können durch Nase und Mund in die Lunge gelangen und je nach GröĂe die LungenblĂ€schen und den Blutkreislauf erreichen und schĂ€digen.Â
SchĂ€tzungen gehen von bundesweit 10.000 bis 20.000 Osterfeuern pro Jahr aus. Die Feinstaubbelastung variiere je nach GröĂe und Anzahl der Feuer sowie der verbrannten Materialien, schreibt die Behörde weiter. Besonders verbreitet sind sie demnach in lĂ€ndlichen Gebieten und in Regionen mit starken Brauchtumstraditionen, wie in Norddeutschland. In stĂ€dtischen Gebieten gebe es oft gröĂere, zentral organisierte Osterfeuer.Â
LuftqualitÀt kann an Ostern in den kritischen Bereich gelangen
«In stĂ€dtischen Gebieten mit vielen Osterfeuern kann die LuftqualitĂ€t durch den Feinstaub in den kritischen Bereich geraten und liegt in der Regel an den Osterfeiertagen ĂŒber den ĂŒblichen Werten», heiĂt es weiter. Zur Ăberschreitung der Grenzwerte komme es in der Regel aber nicht.
Allerdings hÀnge die genaue Höhe der Feinstaubbelastung stark von lokalen Faktoren ab, wie der Anzahl der Osterfeuer, den verwendeten Brennmaterialien und den Wetterbedingungen. Wind etwa verteile den Feinstaub, wÀhrend Regen ihn auswasche.
An die groĂen Verursacher von PM2,5-Feinstaub reichen aber weder Osterfeuer noch Silvesterfeuerwerk heran: Der StraĂenverkehr verursachte 2023 laut Bundesamt 16.300 Tonnen davon, die Holzfeuerung 12.500 Tonnen.


