Schlangenbiss, Australien

16-JĂ€hriger stirbt nach Schlangenbiss in Australien

28.11.2024 - 07:55:23

Schlangenbisse sind nicht immer schmerzhaft - und werden manchmal zunĂ€chst gar nicht als solche erkannt. FĂŒr einen Jugendlichen aus Queensland kam jetzt jede Hilfe zu spĂ€t.

In Australien ist ein 16-JĂ€hriger vor seinem Elternhaus tödlich von einer der giftigsten Schlangen der Welt gebissen worden. Die Östliche Braunschlange habe den Jugendlichen in Gladstone im tropischen Bundesstaat Queensland am Fuß erwischt, berichtete der Sender 9News unter Berufung auf die Familie. Dieser habe zunĂ€chst gar nicht bemerkt, dass er gebissen wurde und sei erst spĂ€ter, als er wieder im Haus war, plötzlich kollabiert.

Schlangenbisse sind nicht immer schmerzhaft. Manchmal sehen sie eher aus wie ein leichter Kratzer oder eine AbschĂŒrfung. Das kann dazu fĂŒhren, dass wertvolle Zeit verloren geht, um das Opfer mit einem Gegengift zu retten.

Zwei tödliche Schlangenbisse pro Jahr

So auch im Fall des Jugendlichen aus Queensland. Er wurde schließlich in lebensbedrohlichem Zustand ins Gladstone Hospital gebracht und anschließend mit einem Rettungshubschrauber nach Brisbane geflogen. Jedoch kam jede Hilfe zu spĂ€t: Das Opfer starb am Mittwoch. «Sein Tod hat eine unbeschreibliche Leere in unseren Herzen und in der Familie hinterlassen», schrieben die Angehörigen in einer Mitteilung.

In Australien sterben jedes Jahr durchschnittlich ein bis zwei Menschen durch Schlangenbisse - die ĂŒberwiegende Mehrheit in den vergangenen Jahren durch Angriffe der Östlichen Braunschlange (Pseudonaja textilis), die fast im ganzen Land verbreitet ist. Die Tiere gelten nach dem ebenfalls in Australien heimischen Inlandtaipan als die zweitgiftigsten Schlangen der Welt.

@ dpa.de