Nach Wintereinbruch: UnfÀlle und Menschen in Not
28.11.2023 - 05:04:11Der Wintereinbruch hat den Verkehr in mehreren BundeslĂ€ndern hart getroffen und fĂŒr zahlreiche Glatteis-UnfĂ€lle gesorgt - dabei starben mindestens zwei Menschen. Im Landkreis SchwĂ€bisch Hall in Baden-WĂŒrttemberg kam ein 71 Jahre alter Mann am Montagabend bei einem FrontalzusammenstoĂ auf schneeglatter StraĂe ums Leben. Eine 54-jĂ€hrige Autofahrerin starb bei Denzerheide in Rheinland-Pfalz bei einem Glatteisunfall.
In vielen Teilen Deutschlands geht es am Dienstag mit Schnee und Schneeregen weiter, wie der Deutsche Wetterdienst vorhersagte.
In vielen Teilen Hessens ereigneten sich UnfĂ€lle mit Leichtverletzten und vielen SachschĂ€den. BĂ€ume stĂŒrzten aufgrund der Schneelast um. Im Rheingau-Taunus-Kreis spitzte sich die Lage besonders zu: Zahlreiche Autofahrer saĂen hier nach Angaben der Feuerwehr in ihren Fahrzeugen fest. Etwa 100 Menschen mussten nahe Eltville wegen umstĂŒrzender BĂ€ume aus ihren Autos gerettet werden. Sie wurden zunĂ€chst in einer Halle untergebracht. Am Abend kamen 20 bis 25 Menschen in Hotels unter.
Der Landrat im Rheingau-Taunus-Kreis, Sandro Zehner (CDU), rief laut einer Mitteilung zum Zuhausebleiben auf: «Mein dringender Appell: Bleiben Sie am Dienstag unbedingt zu Hause. Bitte unternehmen Sie auch keine SpaziergĂ€nge im Wald: Es besteht akute Lebensgefahr durch Astbruch und umstĂŒrzende BĂ€ume.» Laut DWD lieĂen in Hessen die Niederschlagsmengen in der Nacht nach. «Aber richtige Probleme machen die BĂ€ume, die unter der Last des Schnee drohen umzufallen», sagte eine DWD-Meteorologin.
Ăbernachtung in der Schule
In Wiesbaden mussten 55 Personen, darunter 27 Kinder, in einer Schule ĂŒbernachten. Die Feuerwehr richtete eine Unterkunft im SchulgebĂ€ude ein, da aufgrund der WitterungsverhĂ€ltnisse keine Schulbusse mehr fuhren, wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilte. In einer Gesamtschule in Bad Schwalbach saĂen zeitweise 30 SchĂŒler und Lehrer fest. Sie wurden versorgt, konnten aber am spĂ€ten Montagabend von der Feuerwehr nach Hause gebracht werden.
Durch den Wintereinbruch mussten zahlreiche StraĂen um die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden komplett gesperrt werden. Auch bei der Bahn gibt es Behinderungen auf einigen Strecken, wie das PolizeiprĂ€sidium Westhessen mitteilte. Zeitweise fiel an einigen Orten wegen umgestĂŒrzter BĂ€ume der Strom aus, unter anderem in Hofheim.
Riesiges GlĂŒck hatte ein Autofahrer auf der A2 in Nordrhein-Westfalen: Im Bereich der Anschlussstelle GĂŒtersloh kam er von der Fahrbahn ab und ĂŒberschlug sich, wie die Polizei Bielefeld am Dienstagmorgen mitteilte. Der Fahrer wurde bei dem Unfall am Montag nur leicht verletzt und musste nicht in ein Krankenhaus.
In Baden-WĂŒrttemberg gab es am Montagmorgen in den höheren Lagen im Schwarzwald schneebedeckte Fahrbahnen und die eine oder andere Sperrung wegen quer stehender Lastwagen, wie ein Sprecher im Lagezentrum sagte.
Auch in ThĂŒringen sei die Lage trotz der Witterung noch relativ entspannt, sagte ein Sprecher des dortigen Lagezentrums. Er gehe aber davon aus, dass sich die Situation in den nĂ€chsten 24 Stunden durch weiteren Schneefall verschĂ€rfen werde.
«Der Winter ist da»
Eine Meteorologin vom DWD stellte am Dienstagmorgen fest: «Der Winter ist da» - in weiten Teilen des Landes sorge das aktuelle Tief vom Westen in den Osten bis in den SĂŒden fĂŒr Schneefall. «Die kommenden Tage sind kalt und am Tag sind maximal leichte Plusgrade zu erwarten. Die NĂ€chte sind frostig und immer wieder sind SchneefĂ€lle, Schneeregen und ĂŒberfrierende NĂ€sse zu erwarten», sagte die Meteorologin. «Schnee und die GlĂ€tte bleiben.»
In Berlin und Brandenburg etwa kann erst einmal eine Schneedecke von bis zu fĂŒnf Zentimetern liegen bleiben, in Brandenburg sind zehn Zentimeter Schnee möglich.











