Charles und Camilla zu Staatsbesuch in Frankreich erwartet
20.09.2023 - 05:05:19Es hĂ€tte der erste Staatsbesuch sein sollen - nun werden König Charles III. und Camilla ein halbes Jahr spĂ€ter als ursprĂŒnglich vorgesehen in Frankreich erwartet.
Ab heute will das britische Königspaar zum dreitĂ€gigen Staatsbesuch in Paris und Bordeaux weilen. Zum Auftakt werden die beiden am Nachmittag mit einer Zeremonie am Pariser Triumphbogen empfangen. Der französische PrĂ€sidentenpalast sieht die Visite als Zeichen der starken Bindung zwischen Frankreich und GroĂbritannien.
Besuch zuvor verschoben
König Charles III. will heute mit Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron sprechen. Neben den britisch-französischen Beziehungen soll es in dem GesprĂ€ch auch um die Lage im Sahel und in der Ukraine gehen. Ebenso wollen sich die beiden zu Klima und BiodiversitĂ€t austauschen, hieĂ es aus Paris. Macron und Charles hĂ€tten ein freundschaftliches und vertrauensvolles VerhĂ€ltnis. Am Abend richten Macron und seine Frau Brigitte fĂŒr das Königspaar dann ein Staatsbankett mit zahlreichen GĂ€sten im berĂŒhmten Schloss Versailles vor den Toren von Paris aus.
Eigentlich hatte das britische Königspaar bereits im MĂ€rz (26. bis 29.3.) nach Frankreich reisen wollen - zum ersten Staatsbesuch von König Charles nach der Thronbesteigung. Wegen der heftigen Proteste gegen Macrons Reform zur schrittweisen Anhebung des Renteneintrittsalters von 62 auf 64 Jahre wurde die Visite kurzfristig verschoben. FĂŒr Macron war es ein weiterer Schlag in dem ungemĂŒtlichen Kampf um seine Reform. Deutschland rĂŒckte durch die Absage zum ersten Ziel des Königs auf (29. bis 31. MĂ€rz).
Treffen zwischen Starmer und Macron
Mehr als der anstehende Besuch ihres Königs beschĂ€ftigte die britischen Medien am Dienstag ein Treffen zwischen Oppositionschef Keir Starmer und Frankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron in Paris. Umfragen zufolge liegt Starmers Labour-Partei in der WĂ€hlergunst weit vor den regierenden Konservativen von Premierminister Rishi Sunak. Dass ihn der französische PrĂ€sident empfing, wurde weitgehend als BestĂ€tigung dafĂŒr gewertet, dass Starmer in den Augen der Welt ein Premierminister in spe ist.
Die GesprĂ€che mit Macron seien «sehr konstruktiv» verlaufen, sagte Starmer nach dem Treffen vor britischen Journalisten. Es sei um ein breites Spektrum an Themen gegangen, darunter «die Beziehung zwischen unseren beiden LĂ€ndern» und «Wohlstand und Sicherheit». Starmer hatte in den vergangenen Tagen angekĂŒndigt, wieder eine engere Beziehung zu den europĂ€ischen Nachbarn und der EU anzustreben, sollte seine Partei die fĂŒr kommendes Jahr erwartete Parlamentswahl gewinnen.


