Hamburg Ballett: Aus fĂŒr Ballettintendant Demis Volpi
10.06.2025 - 13:41:23Der Deutsch-Argentinier Demis Volpi ist nicht lĂ€nger Intendant des Hamburg Balletts. Nach nur einem Jahr werde der Vertrag des 39-JĂ€hrigen vorzeitig aufgelöst, teilte die Kulturbehörde in Hamburg mit.Â
Der Nachfolger von Ballett-Ikone John Neumeier (86) stand zuletzt massiv in der Kritik. Unter anderem hatten ihm TĂ€nzerinnen und TĂ€nzern in einem Brief an Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD) ein schlechtes Arbeitsklima und mangelnde Kompetenz vorgeworfen.Â
Als Reaktion darauf starteten GeschĂ€ftsfĂŒhrung und Betriebsrat der Oper in enger Abstimmung mit dem Ballett-Ensemble eine GefĂ€hrdungsbeurteilung, bei der alle Ensemble-Mitglieder anonymisiert zu ihrer Arbeitssituation befragt werden sollten. Die Ergebnisse sollten in dieser Woche veröffentlicht werden.
TÀnzerinnen sprechen von einem «toxischen Arbeitsklima»
Bereits Anfang April war bekanntgeworden, dass fĂŒnf Erste Solisten ihre VertrĂ€ge nicht verlĂ€ngern werden. Wenig spĂ€ter haben sich 36 TĂ€nzerinnen und TĂ€nzer - und damit mehr als die HĂ€lfte der Ballettcompagnie - mit einem Brief an Brosda gewandt. Darin sprachen sie von einem «toxischen Arbeitsklima». Auch 17 derzeitige und ehemalige TĂ€nzerinnen und TĂ€nzer vom Ballett am Rhein in DĂŒsseldorf, wo Volpi zuvor tĂ€tig war, hatten sich an Brosda gewandt.
Nach 51 Jahren an der Spitze hatte Intendant John Neumeier (86) die Leitung des Hamburg Balletts im Sommer an den 39-jĂ€hrigen Deutsch-Argentinier Volpi ĂŒbergeben. Seine Aufgabe sollte es sein, mit neuen Produktionen das Repertoire zu bereichern, aber auch John Neumeiers Erbe zu erhalten.





