Schüsse am Stockholmer Schloss: Polizei nimmt Mann fest
Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 20:10 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDie schwedische Polizei hat am Abend am Königlichen Schloss in Stockholm während eines Einsatzes auf einen aggressiv auftretenden Mann mit einer bislang nicht näher spezifizierten Waffe geschossen und ihn anschließend in Gewahrsam genommen.
Einsatz am Lejonbacken
Die Beamten waren nach eigenen Angaben gerufen worden, weil der Mann aggressiv aufgetreten sei. Nach den gezielt eingesetzten Schüssen befinde er sich in Gewahrsam, teilte die Polizei mit.
Für die Öffentlichkeit bestehe keine Gefahr. Der Einsatz fand am Lejonbacken statt, einem Außenbereich unmittelbar an der Nordseite des Schlosses.
Rund 20 Einsatzfahrzeuge vor Ort
Nach einem Bericht der Zeitung «Aftonbladet» waren rund 20 Einsatzfahrzeuge vor Ort. Ob der Mann von den Schüssen getroffen wurde, blieb zunächst unklar.
Eine Polizeisprecherin teilte der Nachrichtenagentur TT mit, der Mann befinde sich nicht mehr am Einsatzort. Das Stockholmer Schloss ist die Residenz des schwedischen Monarchen Carl XVI. Gustaf und ein beliebtes Ziel für Touristinnen und Touristen.
Sicherheitslage am symbolträchtigen Ort
Der Vorfall ereignete sich am Lejonbacken, dem Außenbereich an der Nordseite des Königlichen Schlosses. Der Ort liegt unmittelbar am historischen Schlosskomplex im Zentrum Stockholms und gehört damit zu einem besonders sichtbaren und stark frequentierten Bereich der schwedischen Hauptstadt.
Das Schloss ist Residenz des schwedischen Monarchen Carl XVI. Gustaf und zugleich ein bedeutendes Ziel für Besucherinnen und Besucher. Ein Polizeieinsatz mit Schusswaffengebrauch hat deshalb nicht nur eine operative, sondern auch eine hohe öffentliche Bedeutung. Dass die Polizei nach eigenen Angaben gezielt schoss und den Mann anschließend festnahm, begrenzte die unmittelbare Gefahr vor Ort.
Offene Fragen zum Ablauf
Für die weitere Bewertung sind vor allem die bislang offenen Details entscheidend: Welche Waffe der Mann bei sich getragen haben soll, ob er durch die Schüsse verletzt wurde und was den aggressiven Auftritt ausgelöst hat. Auch die polizeiliche Prüfung des Einsatzes dürfte klären, unter welchen Umständen die Dienstwaffen eingesetzt wurden.
Für Anwohner, Beschäftigte und Touristen bedeutet die Festnahme zunächst, dass keine akute Gefahr mehr bestehen soll. Die Sicherheitsbehörden müssen nun den Ablauf rekonstruieren und feststellen, ob der Vorfall ausschließlich eine individuelle Bedrohung war oder ob weitere Personen beziehungsweise Sicherheitsbereiche betroffen waren.
