SchwarzbÀr nach zwei Jahren von Plastikkragen befreit
Veröffentlicht am: 19.06.2025 um 14:12 Uhr | dpa, AD HOC NEWSEin junger SchwarzbĂ€r hat im US-Bundesstaat Michigan zwei Jahre lang einen Plastikdeckel um den Hals getragen - nun haben ihn Wildtierexperten daraus befreit. Wie genau der Deckel an den Hals des BĂ€ren geriet, sei unklar, teilte die Naturschutzbehörde in Michigan am Mittwoch (Ortszeit) mit. Er stamme möglicherweise vom Deckel eines Fasses, das JĂ€ger als BĂ€renköder ausgelegt hĂ€tten.Â
Erstmals sei die Behörde 2023 auf den BÀren aufmerksam geworden, als er - damals noch als Jungtier - mit dem Deckel um den Hals auf Bildern einer Wildkamera aufgetaucht war. Seitdem hÀtten die Biologen vergeblich versucht, das Tier einzufangen. Der BÀr sei «schwer zu fassen» gewesen, hieà es in der Mitteilung. Immer wieder sei er auf Wildkameras aufgetaucht und dann am nÀchsten Tag verschwunden.
Mit Narben zurĂŒck in die Freiheit
Erst am 2. Juni dieses Jahres sei es gelungen, den BĂ€r in eine Falle zu locken und einzufangen. Das Tier sei dann betĂ€ubt und aus dem Deckel befreit worden. Abgesehen von Narben am Hals habe es einen gesunden Eindruck gemacht. Der BĂ€r habe knapp 50 Kilogramm gewogen, was fĂŒr ein zweijĂ€hriges Tier im Wachstum normal sei. Als der BĂ€r aus der BetĂ€ubung erwacht sei, habe er in die Freiheit zurĂŒckkehren dĂŒrfen.
Jagd mit Ködern grundsÀtzlich erlaubt
In Michigan leben nach Angaben der Naturschutzbehörde etwa 13.000 SchwarzbĂ€ren. Die Jagd auf sie mit Hilfe von Ködern ist nach Angaben der Naturschutzbehörde prinzipiell erlaubt. Allerdings mĂŒssten Ăffnungen in den Löchern der Fassdeckel so groĂ sein, dass Wildtiere darin nicht steckenbleiben können. Das Loch in dem Deckel um den Hals des BĂ€ren habe einen Durchmesser von nur etwa 13 Zentimetern gehabt - das sei deutlich weniger als der vorgeschriebene Mindestdurchmesser von 56 Zentimetern.
