Villa, Aurora

Villa Aurora und Mann-Haus noch Monate nicht nutzbar

31.01.2025 - 14:32:58

Seit bald vier Wochen ist L.A. im Ausnahmezustand: Zwei historische Exil-Immobilien und deutsche BegegnungsstÀtten sind von den BrÀnden noch lÀngere Zeit beeintrÀchtigt. Der aktuelle Stand.

  • Das Thomas Mann Haus in Los Angeles bei seiner Eröffnung 2018, nachdem es die Bundesrepublik gekauft hatte. (Foto Archiv)  - Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

    Bernd von Jutrczenka/dpa

  • Villa Aurora: Seit 1995 ist das Haus eine StĂ€tte der Begegnung und des deutsch-amerikanischen Kulturaustauschs. Der deutsche Film feiert hier zum Beispiel seinen traditionellen Oscar-Empfang. (Foto Archiv) - Foto: Barbara Munker/dpa

    Barbara Munker/dpa

Das Thomas Mann Haus in Los Angeles bei seiner Eröffnung 2018, nachdem es die Bundesrepublik gekauft hatte. (Foto Archiv)  - Foto: Bernd von Jutrczenka/dpaVilla Aurora: Seit 1995 ist das Haus eine StÀtte der Begegnung und des deutsch-amerikanischen Kulturaustauschs. Der deutsche Film feiert hier zum Beispiel seinen traditionellen Oscar-Empfang. (Foto Archiv) - Foto: Barbara Munker/dpa

Deutschlands Kultur-Immobilien Thomas-Mann-Haus und Villa Aurora in der von BrĂ€nden heimgesuchten US-Metropole Los Angeles sind wohl erst in einigen Monaten wieder nutzbar. FĂŒr die beiden KulturhĂ€user werden normalerweise regelmĂ€ĂŸig Stipendien fĂŒr Aufenthalte ausgeschrieben. 

«Aktuell gehen wir aufgrund der momentanen Lage und der hohen Betroffenheit der unmittelbaren Nachbarschaft davon aus, dass wir bis einschließlich Juni 2025 noch keine Stipendien-Aufenthalte in der Villa Aurora ermöglichen können», teilt der TrĂ€gerverein mit.

Das Mann-Haus und seine Umgebung in Pacific Palisades seien deutlich weniger betroffen als die Gegend an der Villa Aurora. 

Das Thomas Mann House, das die Bundesrepublik 2016 kaufte und fĂŒr das seit 2018 Stipendien vergeben werden, könne «je nach Ergebnis des toxikologischen Gutachtens» vor der Villa Aurora wieder regulĂ€r in Betrieb genommen werden, hieß es.

Seit 7. Januar befinden sich Teile des Großraums Los Angeles im Ausnahmezustand. «Auch wenn die akute Feuergefahr gebannt ist, sind die langfristigen Folgen dieser BrĂ€nde fĂŒr die Stadt weiterhin nicht absehbar», erklĂ€rte der Verein am Freitag.

Details an den GebĂ€uden mĂŒssen noch geklĂ€rt werden

Die Begehung beider HÀuser sei inzwischen möglich, doch eine detaillierte Schadensbewertung, etwa mit Blick auf die Inneneinrichtung und die Folgen des Rauchs, stehen noch aus. «Ebenso ist die langfristige Auswirkung der BrÀnde auf die Infrastruktur noch unklar.»

Bei der Villa Aurora, die seit 1995 als KĂŒnstlerresidenz und Begegnungsort etabliert worden ist, werde auch eine Untersuchung der StabilitĂ€t des Hanges, auf dem das GebĂ€ude liegt, notwendig.

Bedeutende Immobilien

Die beiden Immobilien haben als Exil-Orte bedeutender Intellektueller wÀhrend des Nationalsozialismus Bezug zu Deutschland. Das Thomas-Mann-Haus war rund zehn Jahre bis 1952 der Wohnsitz des Schriftstellers Thomas Mann (1875-1955) und seiner Familie.

Die Villa Aurora war das Exil-Wohnhaus des Schriftstellers Lion Feuchtwanger (1884-1958) und seiner Frau Marta (1891-1987), die fĂŒr den Kreis deutschsprachiger Exilanten in Kalifornien eine wichtige Rolle spielte.

@ dpa.de