Jahrelang vermisster Rucksack-Tourist fĂŒr tot erklĂ€rt
04.04.2026 - 21:30:34 | dpa.de
Mehr als drei Jahre nach dem Verschwinden eines jungen Mannes aus Niedersachsen auf den kanarischen Inseln steht nun dessen Tod fest. Wie der Anwalt der Familie auf Anfrage bestÀtigte, teilten die spanischen Behörden der zustÀndigen Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg mit, dass die Leiche des Vermissten in einer Schlucht auf der Insel Teneriffa von einem JÀger gefunden wurde. Zuvor hatte die Lokalzeitung «Die Harke» berichtet und sich auf einen Instagram-Post der Familie berufen.
Die Ungewissheit habe die Familie viel Kraft gekostet, zitiert die Zeitung aus dem Instagram-Post. «Nun haben wir Gewissheit und können beginnen, Abschied zu nehmen.» Die Familie danke allen, die bei der Suche nach dem Vermissten geholfen oder der Familie beigestanden habe. Die Familie bat darum, von Anfragen abzusehen.
Leiche bereits vor einem Jahr gefunden
Der damals 23 Jahre alte Mann wurde seit dem 4. August 2022 vermisst. Er war fĂŒr einen Backpacking-Urlaub auf die spanische Insel Gran Canaria gereist, als der Kontakt zu ihm abbrach. Auswertungen seiner Telefondaten hatten ergeben, dass er sich an der OstkĂŒste der Nachbarinsel Teneriffa aufhielt. Die ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY ... ungelöst» hatte den Vermisstenfall im September 2022 aufgegriffen.
Die Leiche sei den spanischen Behörden zufolge bereits am 5. Februar 2025 gefunden worden. Die eindeutige Identifizierung sei dann durch eine DNA-Untersuchung erfolgt, heiĂt es in der Mitteilung der Anwalts-Kanzlei. Der Leichnam habe Brandspuren aufgewiesen. Da es in dem Gebiet im August 2023 schwere WaldbrĂ€nde gegeben habe, sei davon auszugehen, dass der Tote bereits zu diesem Zeitpunkt dort gelegen habe.Â
Gerichtsmedizinische Untersuchung ergab SturzverletzungenÂ
Derzeit werde davon ausgegangen, dass der junge Mann kurz nach dem letzten Kontakt mit seinen Angehörigen in dem unwegsamen GelĂ€nde gestĂŒrzt und infolgedessen gestorben sei, hieĂ es. Bei einer forensischen Leichenschau sei ein Verletzungsbild festgestellt worden, das mit einem Sturz vereinbar sei. Hinweise auf Fremdverschulden habe es nach Angaben der spanischen Behörden nicht gegeben.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

