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Polizei: 60.000 Menschen in Schweden mit Gangs verbunden

23.02.2024 - 12:30:50

Seit langem kĂ€mpft Schweden gegen BandenkriminalitĂ€t. Die Polizei glaubt, dass Zehntausende Menschen Kontakte zu Gangs pflegen. Die meisten von ihnen sind schwedische StaatsbĂŒrger.

  • Polizisten in Sandviken nordwestlich von Stockholm. Zehntausende Menschen in Schweden sind nach SchĂ€tzungen in BandenkriminalitĂ€t verwickelt. - Foto: Henrik Hansson/TT News Agency/AP/dpa

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  • Polizei in Sandviken, etwa 162 Kilometer nordwestlich von Stockholm, vor einer Kneipe. Mehrere Tausend Menschen in Schweden sind in BandenkriminalitĂ€t verwickelt. - Foto: Henrik Hansson/TT News Agency/AP/dpa

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Polizisten in Sandviken nordwestlich von Stockholm. Zehntausende Menschen in Schweden sind nach SchÀtzungen in BandenkriminalitÀt verwickelt. - Foto: Henrik Hansson/TT News Agency/AP/dpaPolizei in Sandviken, etwa 162 Kilometer nordwestlich von Stockholm, vor einer Kneipe. Mehrere Tausend Menschen in Schweden sind in BandenkriminalitÀt verwickelt. - Foto: Henrik Hansson/TT News Agency/AP/dpa

In Schweden haben nach SchÀtzungen der Polizei mehr als 60.000 Menschen Verbindungen zu kriminellen Gangs. Rund 14.000 Menschen seien in kriminellen Netzwerken aktiv, schrieb die schwedische Polizei in einem veröffentlichten Lagebild. Weitere 48.000 seien anderweitig mit diesen Netzwerken verbunden, hÀtten etwa bereits unter Verdacht gestanden, an kriminellen Handlungen beteiligt gewesen zu sein.

Schweden ringt seit mehreren Jahren mit der BandenkriminalitĂ€t, die sich immer wieder in tödlichen SchĂŒssen und vorsĂ€tzlich herbeigefĂŒhrten Explosionen Ă€ußert. Dabei geht es im Wesentlichen um Markthoheiten im lukrativen DrogengeschĂ€ft. Unter den TĂ€tern und Opfern sind immer wieder junge MĂ€nner und auch MinderjĂ€hrige mit Migrationshintergrund.

Das Lagebild zur GangkriminalitĂ€t hat die Polizei im Auftrag der schwedischen Regierung erstellt. Sie identifizierte darin mehrere Rollen, die Mitglieder der Netzwerke ĂŒbernehmen. Das Lagebild zeige, dass Ă€ltere Personen generell ĂŒber jĂŒngere das Sagen hĂ€tten, schrieb die Polizei. 95 Prozent der aktiven Kriminellen seien mĂ€nnlich, nur 5 Prozent weiblich - höher sei dagegen die Prozentzahl der Frauen, die mit den Netzwerken verbunden seien (19 Prozent). 88 Prozent der aktiven Kriminellen seien schwedische StaatsbĂŒrger, wobei 8 Prozent von ihnen außerdem einen auslĂ€ndischen Pass hĂ€tten.

«Wir sehen, dass die kriminellen Netzwerke sehr umfassend sind, was das Bild bestĂ€tigt, dass es sich um ein weitverbreitetes und sehr ernsthaftes Gesellschaftsproblem handelt», erklĂ€rte die nationale Polizeichefin Petra Lundh. «Aber wir mĂŒssen daran glauben, dass es möglich ist, den Trend umzukehren.»

@ dpa.de