Geröll in Bewegung: Gefahr fĂŒr Schweizer Dorf Brienz wĂ€chst
20.06.2025 - 14:39:56 | dpa.de
Beim Schweizer Bergdorf Brienz ist die Gefahr einer groĂen Gerölllawine weiter gestiegen. «Im schlimmsten Fall könnten so bis zu 2,2 Millionen Kubikmeter Gesteinsmasse hinunter zum Dorf und weiter Richtung Albula stĂŒrzen und schwere SchĂ€den verursachen», teilte der Krisenstab mit. Geologen halten es demnach fĂŒr möglich, dass mindestens ein Teil in den nĂ€chsten Wochen abstĂŒrzen kann. Die gut 80 Bewohner dĂŒrfen das Dorf seit lĂ€ngerem nicht mehr betreten.
 «Computersimulationen zeigen, dass abstĂŒrzende Felsmassen eine rund 700 Meter breite Auslaufzone erreichen können. Darin liegen das Dorf Brienz/Brinzauls und die darunterliegenden Wiesen bis vor die Albulalinie der RhĂ€tischen Bahn», teilte der Krisenstab mit.
Das Dorf war bereits 2023 gerĂ€umt worden. Damals ging schon eine Schuttlawine mit geschĂ€tzt 1,2 Millionen Kubikmetern Schutt und Geröll ab, die aber wie durch ein Wunder kurz vor dem Dorf stoppte. Die Bewohner konnten zeitweise zurĂŒck. Seit ein paar Wochen beschleunigt sich die Bewegung des abrutschenden Materials am Berg. Das geht auf gröĂere NiederschlĂ€ge im Mai und am Pfingstwochenende zurĂŒck.Â
Dorf Blatten ist fast vollstĂ€ndig verschĂŒttet worden
Ende Mai war das Dorf Blatten im Kanton Wallis von einer gewaltigen Eis-, Fels- und Schuttlawine fast vollstĂ€ndig verschĂŒttet worden. Der Schuttkegel dort wird auf neun Millionen Kubikmeter geschĂ€tzt. Dort war ĂŒber Wochen Fels abgebrochen und auf einen tieferliegenden Gletscher gestĂŒrzt. Dieser brach am 28. Mai ab und donnerte mitsamt dem Felsmaterial ins Tal. Die rund 300 Einwohner waren vorher in Sicherheit gebracht worden.
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