Verheerende WaldbrÀnde gehen in Portugal weiter
18.09.2024 - 19:47:33Die seit Sonntag in Portugal wĂŒtenden WaldbrĂ€nde haben bereits eine NaturflĂ€che zerstört, die doppelt so groĂ ist wie der Bodensee. Insgesamt seien nach rund vier Tagen gut 106.000 Hektar (1.060 Quadratkilometer) von den Flammen in Mitleidenschaft gezogen worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Lusa unter Berufung auf Zahlen des europĂ€ischen Ăberwachungssystems Copernicus.
Betroffen waren vor allem die Regionen Aveiro, Porto und Viseu im Norden und Zentrum des Landes. Nach der jĂŒngsten offiziellen Bilanz des portugiesischen Zivilschutzes (ANEPC) gab es 5 Todesopfer (4 Feuerwehrleute und ein Zivilist) und 59 Verletzte, 10 davon schwer. Am Dienstag war noch von 7 Toten die Rede gewesen. Hunderte Menschen mussten in den vergangenen Tagen in Sicherheit gebracht werden, die meisten - bis auf etwa 60 - konnten inzwischen wieder in ihre HĂ€user zurĂŒckkehren.
Entwarnung ist nicht in Sicht
Laut Zivilschutz waren nachmittags noch 23 gröĂere und 21 mittlere BrĂ€nde aktiv. Die Flammen wurden demnach von insgesamt mehr als 3.000 EinsatzkrĂ€ften bekĂ€mpft, die von fast 1000 Land- sowie 19 Löschflugzeugen und Hubschraubern unterstĂŒtzt wurden. Die Löscharbeiten wĂŒrden von dem zum Teil schwer zugĂ€nglichen GelĂ€nde sowie von starken Winden erschwert, hieĂ es. «Die nĂ€chsten 48 Stunden werden noch kompliziert sein», warnte ANEPC-Chef AndrĂ© Fernandes vor Journalisten.
Der Einsatz gegen die Feuer wurde von acht Flugzeugen unterstĂŒtzt, die die EU-Partner Spanien, Griechenland, Italien und Frankreich bereits am Montag entsandt hatten. Am Mittwoch schickte Spanien 248 Angehörige und 82 Fahrzeuge der MilitĂ€rischen Nothilfeeinheit UME in das Nachbarland, wie die Regierung in Madrid mitteilte.
Mehrere Autobahnen und LandstraĂen des beliebten Urlaubslandes waren am Mittwoch weiter teilweise gesperrt. Der Luft-, Zug- und Fernbusverkehr wurden erheblich gestört. Der Rauch verdunkelte den Himmel ĂŒber mehreren Gemeinden. Die Flammen erfassten Dutzende GebĂ€ude und unzĂ€hlige Fahrzeuge. Die BĂŒrger wurden aufgerufen, zu Hause zu bleiben und möglichst wenig Wasser zu nutzen. Der Waldbrandalarm aufgrund ungĂŒnstiger Witterungsbedingungen gilt noch bis Donnerstagabend.





