Vulkangefahr auf Island: Stadt GrindavĂk evakuiert
18.11.2023 - 17:05:28Die Menschen der von einem Vulkanausbruch bedrohten Stadt GrindavĂk auf Island mĂŒssen sich darauf einstellen, lĂ€ngere Zeit nicht in ihren HĂ€usern wohnen zu können. Behörden hatten den Ort mit etwa 3700 Einwohnern vor einer Woche nach einer Erdbebenserie vorsichtshalber evakuiert. Mehrere HĂ€user seien beschĂ€digt, sagte der Direktor des Zivilschutzes, VĂdir Reynisson, nach Angaben des islĂ€ndischen Rundfunksenders RUV am Samstag.
Auch wegen der andauernden Unsicherheit mĂŒssten sich Bewohner darauf einstellen, in den kommenden Monaten woanders zu leben, zitierte ihn der Sender. Der britische Fernsehsender Sky News zeigte Luftaufnahmen von dem Ort, auf dessen Boden teils deutliche Risse zu sehen waren.
Der Wetterdienst in Island hĂ€lt es fĂŒr wahrscheinlich, dass flĂŒssiges Gestein aus dem seit Wochen aktiven Magma-Tunnel im SĂŒdwesten des Landes austreten wird. In den vergangenen 24 Stunden seien 1700 Erdbeben registriert worden, darunter etwa 1000 seit Mitternacht, schrieb der Wetterdienst am Samstagnachmittag online.
GrindavĂk liegt rund 40 Kilometer sĂŒdwestlich der Hauptstadt Reykjavik und wird seit Tagen von einem möglichen Vulkanausbruch bedroht. Die Einwohner mussten vor einer Woche ihre HĂ€user verlassen, weil ein etwa 15 Kilometer langer Magma-Tunnel unter GrindavĂk hindurch bis unter den Meeresboden verlĂ€uft. Die nahe gelegene Blaue Lagune, eine der bekanntesten Touristenattraktionen Islands, war bereits zuvor geschlossen worden.


