19-jÀhriger NeuseelÀnder stirbt bei viraler Challenge
27.05.2025 - 13:53:46Schock in Neuseeland: Ein 19-JĂ€hriger ist bei einer am Rugby angelehnten Social-Media-Challenge so schwer verunglĂŒckt, dass er an seinen Kopfverletzungen gestorben ist. Die sogenannte «Run-it-straight»-Challenge (Deutsch etwa: Renn' gerade darauf zu) ist in Neuseeland und Australien kĂŒrzlich unter anderem auf Plattformen wie Instagram und Tiktok viral gegangen - und lockt mittlerweile riesige Menschenmengen zu Events.
Worum geht es?
Die Regeln sind denkbar einfach: Zwei Teilnehmer rennen aus einiger Entfernung und ohne SchutzausrĂŒstung direkt aufeinander zu, bis sie mit voller Wucht kollidieren. Wer den Zusammenprall dominiert, ist der Gewinner.
Wie beim Rugby gibt es bei den Aktionen einen LĂ€ufer und einen Tackler - also einen Spieler, der den BalltrĂ€ger zu Boden bringt, wie neuseelĂ€ndische Medien berichteten. Das «Spielfeld» ist 20 mal 4 Meter groĂ. Das Opfer habe am Wochenende auf Neuseelands Nordinsel eine private Challenge mit Freunden organisiert, berichtete die Zeitung «New Zealand Herald» unter Berufung auf die Polizei. Am Montagabend sei er im Krankenhaus gestorben.Â
«Wir empfehlen jedem, der an einem solchen Spiel oder einer solchen Veranstaltung teilnehmen möchte, die erheblichen Sicherheits- und Verletzungsrisiken zu bedenken», sagte Polizeisprecher Ross Grantham. Der Tod des jungen Mannes zeige, wie gefÀhrlich diese Aktionen seien.
Experten warnen vor erheblichen Risiken
«Run it Straight» gelte mittlerweile bereits als hĂ€rteste neue Kampfsportart der Welt, schrieb der «New Zealand Herald» weiter. Dabei werde versucht, die heftigen körperlichen ZusammenstöĂe zu imitieren, die wöchentlich in der Rugby-League zu sehen seien.
Experten warnen schon lĂ€nger vor den Risiken - vor allem was Kopfverletzungen betrifft. Die Sportwissenschaftlerin und Expertin fĂŒr VerletzungsprĂ€vention an der Auckland University of Technology, Patria Hume, bezeichnete die Aktionen als «rĂŒcksichtsloses und gefĂ€hrliches Spektakel», das jahrzehntelangen wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Risiko von Kopfverletzungen im Kontaktsport widerspreche.Â
So werde eine extrem groĂe Zahl von GehirnerschĂŒtterungen bei Teilnehmern verzeichnet. «Leider war ein Todesfall nötig, damit die Menschen darauf aufmerksam werden und diese gefĂ€hrlichen AktivitĂ€ten stoppen», betonte sie.


