Mangelhafte Masken im Wert von 20 Millionen Euro verkauft
14.12.2023 - 10:07:57 | dpa.de
Weil sie im ersten Corona-Jahr mangelhafte Schutzmasken im Wert von rund 20 Millionen Euro an gutglĂ€ubige Dritte verkauft haben sollen, mĂŒssen sich zwei MĂ€nner und eine Frau bald vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft Schwerin hat gegen eine 55-JĂ€hrige aus Dresden, einen 55-JĂ€hrigen aus Brandenburg und einen 35-JĂ€hrigen aus Kiel Anklage wegen banden- und gewerbsmĂ€Ăigen Betruges in 116 FĂ€llen erhoben.
Sie sollen zwischen MĂ€rz 2020 und Dezember 2022 SchutzausrĂŒstung und Medizinprodukte wie Masken, SchutzanzĂŒge und Brillen in erheblichen GröĂenordnungen aus Vietnam und der TĂŒrkei eingefĂŒhrt haben. Dabei sei ihnen klar gewesen, dass die Waren nicht den EU-Verordnungen entsprachen, weil sie keine oder nur fehlerhafte CE-Kennzeichnungen hatten. SachverstĂ€ndige hatten fĂŒr die Staatsanwaltschaft die beschlagnahmten Masken untersucht und seien einhellig zu dem Schluss gekommen, dass die Produkte die geforderte Filterleistung nicht erbringen.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Trio zudem vor, fĂŒr ihre Produkte in einer Zeitung Werbung gemacht zu haben. Dabei sei rechtswidrig der Eindruck erweckt worden, dass die Masken bakterielle und virale Erreger wie das Coronavirus unschĂ€dlich machen können. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.
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