Metalldiebe schlugen bei der Bahn rund 450 Mal zu
12.02.2024 - 14:33:11Die MetalldiebstĂ€hle bei der Deutschen Bahn haben im vergangenen Jahr leicht zugenommen. Nach Konzernangaben schlugen Diebe in rund 450 FĂ€llen zu, das sei ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Das hat stets auch deutliche Folgen fĂŒr Bahnreisende. Nach Bahn-Angaben waren im vergangenen Jahr bedingt durch MetalldiebstĂ€hle etwa 3200 ZĂŒge der Bahn und anderer Unternehmen um insgesamt rund 40.000 Minuten verspĂ€tet.
Im langjĂ€hrigen Vergleich seien die Fallzahlen aber stark um etwa 90 Prozent zurĂŒckgegangen, sagte ein Bahnsprecher der Deutschen Presse-Agentur am Montag in Stuttgart weiter. Im Jahr 2013 habe es noch 3200 FĂ€lle gegeben.
Die Bahn habe zwar viel verĂ€ndert. «Wo es möglich ist, werden alternative Materialien eingesetzt, bestehende Anlagen und Baustellen werden technisch geschĂŒtzt und besser bewacht», sagte der Sprecher. Die Bahn arbeite auch eng mit der Bundespolizei zusammen. RegelmĂ€Ăig wĂŒrden Metalldiebe auf frischer Tat gestellt. Eine «flĂ€chendeckende und lĂŒckenlose Ăberwachung» des rund 34.000 Kilometer langen Streckennetzes sei aber nicht umsetzbar.
Schaden von rund 7 Millionen Euro
Die Bahn warne vor den FolgeschĂ€den von Metalldiebstahl. «Ist die Leit- und Sicherungstechnik gestört, fallen ZĂŒge aus oder kommen verspĂ€tet ans Ziel, sind Baustellen vom Diebstahl betroffen, verzögert sich die Fertigstellung», sagte der Bahnsprecher der dpa. Im vergangenen Jahr sei durch den Diebstahl von Buntmetall ein materieller Schaden von bundesweit rund 7 Millionen Euro entstanden.
Zuletzt sorgten Metalldiebe am Montag auf der zentralen Bahnstrecke zwischen Frankfurt und dem SĂŒdwesten fĂŒr AusfĂ€lle und VerspĂ€tungen. Auf der Strecke zwischen dem Mannheimer Hauptbahnhof in Baden-WĂŒrttemberg und Lampertheim in Hessen war der Diebstahl am Morgen entdeckt worden. Im selben Streckenabschnitt hatten Diebe bereits kurz vor Weihnachten einen Beutezug gemacht und den Zugverkehr ĂŒber Tage behindert.


