Deutscher, Grönland

Deutscher auf Grönland von EisbÀr angegriffen

31.07.2024 - 12:19:36

Sie zÀhlen zu den beeindruckendsten Tieren der Erde, aber auch zu den gefÀhrlichsten: Ein EisbÀr hat auf Grönland einen deutschen Forscher attackiert.

Ein deutscher Forscher ist auf Grönland von einem EisbÀren angegriffen worden. Wie der grönlÀndische Rundfunksender KNR berichtete, wurde der Mann am vergangenen Freitag auf der ostgrönlÀndischen Insel Traill Ø von dem Raubtier attackiert. Die grönlÀndische Polizei bestÀtigte den Angriff auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Der Deutsche sei im Anschluss auf die Station Mestersvig und spÀter in ein Krankenhaus auf Island gebracht worden, sagte eine Polizeisprecherin. Sein Zustand sei zunÀchst kritisch gewesen, am Tag nach dem Angriff aber bereits als stabil beschrieben worden. 

Der Mann soll nach KNR-Angaben Teil eines deutschen Forscherteams gewesen sein, das sich auf der Insel aufhielt. Kein weiteres Teammitglied ist demnach zu Schaden gekommen. Zu welcher Institution die Wissenschaftler zÀhlten, ist unklar. Nach Angaben der islÀndischen Online-Zeitung Vísir kam der Verletzte ins Landspítali-UniversitÀtskrankenhaus in Reykjavik. Der EisbÀr wurde nach dem Angriff erschossen.

Mehrere VorfÀlle in diesem Sommer

In diesem Sommer haben sich bislang ungewöhnlich viele EisbĂ€ren in der NĂ€he von Menschen und Ortschaften auf Grönland aufgehalten. KĂŒrzlich mussten innerhalb weniger Tage gleich zweimal junge und abgemagerte BĂ€renmĂ€nnchen erlegt werden, nachdem sie den Menschen in der Ortschaft Ittoqqortoormiit gefĂ€hrlich nahe gekommen waren. Einer davon war auf dem Weg zu einem Fußballplatz gewesen, auf dem Kinder gespielt hatten. Ittoqqortoormiit liegt etwa 200 Kilometer sĂŒdlich von Traill Ø.

Die EisbÀrenpatrouille der Naturschutzorganisation WWF nahm wegen der beiden VorfÀlle vorzeitig ihre Arbeit auf. Hauptaufgabe der Patrouille ist es, normalerweise erst zwischen Beginn des neuen Schuljahres Mitte August und dem Beginn der BÀrenjagd im Januar nach den Raubtieren Ausschau zu halten und unter anderem mit Gummigeschossen zu verhindern, dass sie auf der Suche nach Futter in den Ort gelangen.

@ dpa.de