Lage, Sintflutartiger

Lage nach Überflutungen in Österreich etwas entspannt

09.06.2024 - 11:34:48

Sintflutartiger Regen verwandelte BĂ€che in kĂŒrzester Zeit in reißende Ströme. HĂ€user und Autos wurden beschĂ€digt. Verletzt wurde bisher niemand. Neue schwere Gewitter sind aber nicht auszuschließen.

  • Im österreichischen Deutschfeistritz wird eine weitere Unwetterfront erwartet. - Foto: Erwin Scheriau/APA/dpa

    Erwin Scheriau/APA/dpa

  • Ein von den Wassermassen mitgerissener PKW im Raum SchĂ€ffern in der Steiermark. - Foto: Einsatzdoku.At Patrik Lechner/APA/dpa

    Einsatzdoku.At Patrik Lechner/APA/dpa

Im österreichischen Deutschfeistritz wird eine weitere Unwetterfront erwartet. - Foto: Erwin Scheriau/APA/dpaEin von den Wassermassen mitgerissener PKW im Raum SchÀffern in der Steiermark. - Foto: Einsatzdoku.At Patrik Lechner/APA/dpa

Nach den Unwettern in Teilen Österreichs ist der Zivilschutzalarm fĂŒr die besonders betroffene Gemeinde Deutschfeistritz am Sonntag aufgehoben worden. Wie ein Sprecher der Feuerwehr erklĂ€rte, lagen auch keine Meldungen ĂŒber mögliche Verletzte oder gar Tote vor. In dem 4000-Einwohner-Ort nördlich von Graz hatte eine Sturzflut am Samstagabend Autos mitgerissen und zahlreiche HĂ€user beschĂ€digt. 

Der Übelbach war nach sintflutartigen RegenfĂ€llen ĂŒber die Ufer getreten. Nach Angaben von Meteorologen waren binnen kurzer Zeit regional mehr als 100 Liter Regen auf den Quadratmeter gefallen. Eine Mure ging auf die Autobahn in der NĂ€he von Graz nieder. Wegen der Erd- und Geröllmassen waren beide Fahrbahnen zunĂ€chst auch noch am Sonntag gesperrt. 

Durch die Böen waren auch zahlreiche BĂ€ume auf Straßen gestĂŒrzt. Mehrere Routen seien noch gesperrt, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Die Feuerwehren waren im Großeinsatz, um die SchĂ€den zu beseitigen. Allein rund um die Landeshauptstadt Graz musste die Feuerwehr zu mehr als 800 Unwetter-EinsĂ€tzen ausrĂŒcken, schrieb die «Kleine Zeitung». Ein Pflegeheim in Neudau in der Steiermark musste evakuiert werden, weil es unter Wasser stand, wie ein Katastrophenschutz-Sprecher der Nachrichtenagentur APA sagte. «Insgesamt wurden 40 Personen in Sicherheit gebracht.» 

Am Sonntag hatte sich das Wetter zunĂ€chst beruhigt. Weitere Gewitter im Laufe des Tages waren aber laut Meteorologen nicht auszuschließen. Die Unwettergefahr sei vor allem in Tirol erheblich, hieß es.

Starke RegenfĂ€lle hatten am Samstag im österreichischen KitzbĂŒhel die Ausstrahlung der ARD-Live-Sendung «Schlagerbooom Open Air» mit Florian Silbereisen im Ersten verhindert. Stattdessen lief am Samstagabend ab 20.15 Uhr die am Vortag vorab aufgezeichnete Generalprobe der Show. 

@ dpa.de