Stromausfall in Freiburg trifft Uniklinik und Tausende Haushalte
Veröffentlicht am: 25.10.2026 um 10:34 Uhr | dpa, AD HOC NEWSSturmfolgen in Freiburg und an der Küste
- Ein Blechdach löste im Freiburger Stadtteil Littenweiler einen Kurzschluss in einem Umspannwerk aus.
- Die Uniklinik nahm nur lebensbedrohliche Notfälle auf und verwies andere Patienten an umliegende Angebote.
- Das BSH erwartete an der Nordseeküste bis zu 2,5 Meter höheres Wasser als das mittlere Hochwasser.
Stromausfall nach Sturm beschädigt Versorgung in Freiburg
Starke Winde haben am Sonntag in Freiburg und der Region einen großflächigen Stromausfall ausgelöst und die Notfallversorgung der Uniklinik eingeschränkt. In anderen Teilen Deutschlands stürzten Bäume und Äste um, zugleich warnte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie vor einer Sturmflut an der Nordseeküste.
Umspannwerk in Littenweiler beschädigt
Nach Angaben der Polizei waren zwischenzeitlich mehrere tausend Haushalte betroffen, die meisten hatten am Sonntagvormittag wieder Strom. Ein vom Wind in ein Umspannwerk im Freiburger Stadtteil Littenweiler gewehtes Blechdach verursachte einen Kurzschluss.
Uniklinik behandelt nur lebensbedrohliche Notfälle
Wegen des Stromausfalls konnte die Uniklinik nicht mehr alle Notfälle in der Notaufnahme versorgen. Nach einem Klinikhinweis sollten nur lebensbedrohliche Notfälle in die Klinik kommen; andere Patienten sollten auf umliegende Notaufnahmen und Notfallpraxen ausweichen.
Weitere Schäden im Harz und in Hessen
Nach Angaben der Leitstelle Harz gab es seit Samstagmorgen 28 Einsätze wegen umgestürzter Bäume und herabfallender Äste. Autos und ein Haus wurden beschädigt, verletzt wurde niemand.
In Hessen meldete die Polizei nach einer in Teilen stürmischen und regnerischen Nacht lediglich kleinere Sachschäden.
Sturmflut an der Nordseeküste erwartet
Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie warnte vor einer Sturmflut in der Nacht zum Montag. An der ostfriesischen Küste und im Elbegebiet sollte das Hochwasser 1,5 bis 2 Meter über dem mittleren Hochwasser liegen, im Wesergebiet etwa 1,5 Meter.
An der nordfriesischen Küste wurden 2 bis 2,5 Meter über dem mittleren Hochwasser erwartet. In Hamburg sollte das Wasser am Pegel St. Pauli am Montagmorgen gegen 4.00 Uhr auf 2 Meter über dem mittleren Hochwasser steigen.
Starke Herbststürme können in kurzer Zeit mehrere kritische Bereiche gleichzeitig treffen: Stromversorgung, Straßenverkehr, medizinische Notfallversorgung und den Küstenschutz. Der Ausfall in Freiburg zeigt, wie ein einzelner Schaden an einem Umspannwerk unmittelbare Folgen für Haushalte und eine zentrale Klinik haben kann. Für Patientinnen und Patienten bedeutet die Einschränkung, dass nur lebensbedrohliche Notfälle direkt aufgenommen werden und andere Fälle auf umliegende Versorgungsangebote ausweichen müssen.
Die angekündigten Wasserstände an der Nordseeküste betreffen eine andere Gefahrenlage. Sturmfluten entstehen, wenn starker Wind Wasser in die Küstenbereiche und Flussmündungen drückt. Besonders empfindlich sind die Elbe, die Weser sowie niedrig gelegene Küstenabschnitte. Auch wenn Schutzanlagen die Auswirkungen begrenzen sollen, können erhöhte Wasserstände den Verkehr, Hafenbetrieb und tiefer liegende Gebiete beeinträchtigen.
Mehrere Regionen gleichzeitig betroffen
Die Einsätze im Harz und kleinere Schäden in Hessen verdeutlichen, dass die Auswirkungen regional unterschiedlich ausfallen. Während im Süden ein technischer Folgeschaden die Stromversorgung beeinträchtigte, standen andernorts umgestürzte Bäume und herabfallende Äste im Vordergrund. Für die Bevölkerung kommt es deshalb auf lokale Warnungen, vorsichtiges Verhalten im Freien und die Beachtung von Hinweisen zu Notaufnahmen und Verkehrswegen an.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
SWR: „Großflächiger Stromausfall in Teilen des Stadtgebiets Freiburg und in einzelnen Regionen des Dreisamtals“ (25.10.2026)
Der Beitrag bestätige den großflächigen Stromausfall und führe ihn auf ein vom Wind in ein Umspannwerk gewehtes Metalldach zurück. Als zusätzlichen Schwerpunkt nenne er eine Schätzung von rund 25.000 betroffenen Menschen und den laufenden Reparaturarbeiten.
Der Beitrag bestätige den Stromausfall in Freiburg und Teilen des Dreisamtals und nenne ebenfalls rund 25.000 Betroffene. Im Unterschied zum ausführlicheren SWR-Bericht bleibe der Beitrag bei einer kurzen Meldung und nenne keine Einzelheiten zur Dauer der Reparatur.
Beide Beiträge stimmten beim Ort und beim Ausmaß der Störung überein. Der ausführlichere Bericht rücke die Ursache und die Reparaturarbeiten in den Mittelpunkt, während der kürzere Beitrag vor allem die Zahl der Betroffenen hervorhebe.
