Unwetter, Hitzewelle

Unwetter beenden Hitzewelle - WaldbrÀnde und WindschÀden

03.07.2025 - 05:23:13

Starke Winde, umgekippte BĂ€ume und gesperrte Bahnstrecken: Die Hitzewelle mit fast 40 Grad endete in Deutschland mit Unwettern. Am Donnerstag dĂŒrfte es weitere Gewitter geben.

  • Im Nordwesten stĂŒrzten wegen der starken Winde viele BĂ€ume um. - Foto: Christoph Reichwein/dpa

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  • In der Gohrischheide an der Grenze von Sachsen und Brandenburg kĂ€mpfen EinsatzkrĂ€fte weiterhin gegen einen Waldbrand an. - Foto: Daniel Wagner/dpa

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  • Im Nordwesten sorgten starke Gewitter und Unwetter zu umgestĂŒrzten BĂ€umen und vollgelaufenen Kellern. - Foto: Christoph Reichwein/dpa

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  • Wegen des Starkregens wurden kurzzeitig Straßen ĂŒberflutet. - Foto: Lars Penning/dpa

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  • Die Gewitter zogen am spĂ€ten Mittwochabend Richtung Norden weiter. - Foto: Jörn HĂŒnecke/dpa

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Im Nordwesten stĂŒrzten wegen der starken Winde viele BĂ€ume um. - Foto: Christoph Reichwein/dpaIn der Gohrischheide an der Grenze von Sachsen und Brandenburg kĂ€mpfen EinsatzkrĂ€fte weiterhin gegen einen Waldbrand an. - Foto: Daniel Wagner/dpaIm Nordwesten sorgten starke Gewitter und Unwetter zu umgestĂŒrzten BĂ€umen und vollgelaufenen Kellern. - Foto: Christoph Reichwein/dpaWegen des Starkregens wurden kurzzeitig Straßen ĂŒberflutet. - Foto: Lars Penning/dpaDie Gewitter zogen am spĂ€ten Mittwochabend Richtung Norden weiter. - Foto: Jörn HĂŒnecke/dpa

Teils heftige Unwetter haben die Hitzewelle in Deutschland mit Spitzenwerten von nahezu 40 Grad beendet. Gewitter mit Starkregen und Sturmböen zogen am Mittwochnachmittag etwa in Nordrhein-Westfalen ĂŒber den Niederrhein und das westliche MĂŒnsterland hinweg. UmgestĂŒrzte BĂ€ume blockierten den Bahnverkehr und Straßen, Autos wurden durch herabstĂŒrzende Äste beschĂ€digt, Keller liefen voll. An mehreren Orten kĂ€mpft die Feuerwehr weiterhin mit WaldbrĂ€nden.

Am spÀten Abend zogen die Gewitter weiter in Richtung Osten bis nach Mecklenburg und zur westlichen Ostsee. Gegen Mitternacht warnte der Deutsche Wetterdienst (DWD) auch hier kurzzeitig vor starken Unwettern. Im Norden gab es einzelne windbedingte SchÀden und BrÀnde durch BlitzeinschlÀge. Zu Unwettern kam es jedoch nicht. 

Am Donnerstag soll es vor allem im SĂŒden weiter krĂ€ftige Gewitter geben, die Temperaturen erreichen dann laut Vorhersage nur noch 25 bis 32 Grad in der SĂŒdosthĂ€lfte und 20 bis 26 Grad im Nordwesten.

Der Mittwoch war der mit Abstand heißeste Tag des bisherigen Jahres. Der höchste Wert wurde nach vorlĂ€ufigen Angaben des DWD in Andernach in Rheinland-Pfalz erreicht: Gegen 15.30 Uhr wurden hier 39,3 Grad gemessen. Zweitheißester Ort war TangerhĂŒtte-Demker in Sachsen-Anhalt mit 39,2 Grad, gefolgt von Kitzingen in Bayern mit 39,1 Grad. Der Allzeit-Temperaturrekord fĂŒr Deutschland wurde damit wie erwartet verfehlt, dieser liegt bei 41,2 Grad.

Waldbrand: 100 Menschen verlassen vorsorglich ihre HĂ€user

Gleich an mehreren Orten im Osten Deutschlands kĂ€mpft die Feuerwehr gegen WaldbrĂ€nde. Wegen des Feuers in der Gohrischheide an der Grenze von Sachsen und Brandenburg wurde am Mittwochabend der Ort HeidehĂ€user mit einem Wohnheim fĂŒr Schwerbehinderte evakuiert. Betroffen sind laut Feuerwehr rund 100 Menschen, davon etwa 45 Heimbewohner. Auch der Ort Lichtensee wurde zwischenzeitlich evakuiert, dort gab es spĂ€ter Entwarnung.

Am Abend hieß es, rund 600 Hektar FlĂ€che seien von dem Feuer betroffen. «Der Brand ist eskaliert», sagte Brandenburgs Waldbrandschutzbeauftragter Raimund Engel. Es brenne auf der kompletten FlĂ€che der Heide. Das Areal wurde frĂŒher als TruppenĂŒbungsgelĂ€nde genutzt. Auch auf einem ehemaligen TruppenĂŒbungsplatz bei JĂŒterbog in Brandenburg brannte es. 

In Tschechien brach ein Waldbrand nahe einem Munitionslager der Armee, nur 40 Kilometer Luftlinie von der sĂ€chsischen Grenze entfernt, aus. Nach Angaben der tschechischen Armee wurde auch das MilitĂ€rgelĂ€nde selbst vom Feuer erfasst, aber nur am Rand. In dem brennenden Waldgebiet ist noch eine Menge nicht explodierter Munition aus dem Zweiten Weltkrieg verstreut - deshalb mĂŒssen die BrĂ€nde aus SicherheitsgrĂŒnden vor allem aus der Luft bekĂ€mpft werden.

Katastrophenalarm im Landkreis Saalfeld in ThĂŒringen ausgelöst

Wegen eines Waldbrands im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt in ThĂŒringen wurde Katastrophenalarm ausgelöst. Starke Winde hĂ€tten ein Feuer am Nachmittag angefacht, sagte ein Sprecher des Landkreises. ZunĂ€chst hĂ€tten 10 Hektar gebrannt, inzwischen stĂŒnden rund 250 Hektar in Flammen, hieß es am Abend. Mehr als 200 EinsatzkrĂ€fte seien vor Ort, dazu helfe ein Polizeihubschrauber bei den Löscharbeiten. Es gebe zahlreiche Glutnester in dem Waldgebiet. In der Nacht warnten auch die benachbarten Landkreise vor Rauchgasen, die aus Saalfeld-Rudolstadt weiterziehen könnten.

Fernverkehr der Bahn beeintrÀchtigt

Ein weiterer Brand fĂŒhrte zu BeeintrĂ€chtigungen im Fernverkehr der Bahn in ThĂŒringen. Wegen eines Feuerwehreinsatzes in GleisnĂ€he sei die Strecke zwischen Erfurt und Gotha gesperrt, teilte die Bahn am Mittwochabend mit. Deshalb komme es unter anderem bei ICE-ZĂŒgen von Leipzig ĂŒber Erfurt und Fulda bis Frankfurt zu VerspĂ€tungen und AusfĂ€llen. Die Sperrung galt am frĂŒhen Morgen weiter.

@ dpa.de