Perseiden-NÀchte: Sternschnuppen-Schauer erreicht Höhepunkt
11.08.2025 - 04:01:00Ein kosmisches Spektakel ĂŒber Deutschland: Der Sternschnuppen-Strom der Perseiden erreicht in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch seinen Höhepunkt. Wie viele Meteore sich mit bloĂem Auge erblicken lassen, hĂ€ngt auch von der Wetterlage ab. Aber der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat fĂŒr die meisten Regionen Deutschlands gute Nachrichten.
In der Mitte und im SĂŒden des Landes soll es in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch nur vereinzelt Wolken geben, sagte eine DWD-Sprecherin. Nördlich der Linie Bremen nach Berlin wird es dichter bewölkt sein. Es soll aber ĂŒberall trocken bleiben. Die Temperaturen sind ebenfalls vielversprechend: Laut DWD-Prognosen vom Sonntag wird es im Verlauf der Nacht maximal auf 13 und 20 Grad abkĂŒhlen.
Es wird allerdings einen weiteren Störfaktor in der Nacht geben: das helle Licht des noch fast vollen Mondes. Laut der Sternwarte im sĂ€chsischen Rodewisch steht der Trabant aktuell ungĂŒnstig und steigt zusammen mit dem Bereich, von dem die Perseiden aus auf die Erde zukommen, im Laufe der Nacht immer höher.
Der Ursprung der Perseiden ist ein Komet
Die Perseiden haben einen gemeinsamen Ursprung, den Komet 109 P/Swift-Tuttle. Die Erde kreuzt ihn auf ihrer Bahn um die Sonne und trifft dabei auf die von ihm verstreuten Teile. «Jede einzelne Sternschnuppe ist in Wirklichkeit ein Staubteilchen, das in dem Falle mit relativ groĂen Geschwindigkeiten auf die Erde trifft», erlĂ€uterte Carolin Liefke, stellvertretende Leiterin des Hauses der Astronomie in Heidelberg. «Wir reden ĂŒber so was wie 30, 35 Kilometer pro Sekunde.»
Wenn ein Staubteilchen auf die ErdatmosphĂ€re trifft, erzeuge es mit den LuftmolekĂŒlen Reibung, sagte die Physikerin. Grob kann das so erklĂ€rt werden: Die Luft entlang dieses kleinen Schlauches, durch das das Staubteilchen flitzt, werde aufgeheizt und fange an zu leuchten. «Das ist das, was wir als Sternschnuppe sehen.» Bis zu 60 Meteore pro Stunde lassen sich zum Höhepunkt des Perseidenschauers wahrnehmen. Ăblicherweise bleibe von den verglĂŒhenden Staubteilchen am Ende nichts ĂŒbrig.
Komet kommt nur alle 133 Jahre wieder
Durch diese Spur von Staubteilchen lĂ€uft die Erde jedes Jahr von Ende Juli bis Ende August, 2025 erreicht das Maximum der Perseiden die Erde am Abend des 12. August.Â
Der Komet selbst kommt nur alle 133 Jahre auf seiner Umlaufbahn wieder in unsere Region. Der Name Perseiden gehe auf den Eindruck zurĂŒck, dass die Sternschnuppen aus dem Sternbild Perseus fallen, erlĂ€utert Liefke. Perseus ist ein mythologischer Held aus der griechischen Antike.Â
Alle Sterngucker, die nun die besondere Nacht verplanen wollen, sollten wissen: Das Sternbild Perseus - und damit der Meteorschauer - sei grundsÀtzlich in der zweiten NachthÀlfte besser zu sehen, erklÀrt Liefke.





