Sturm an US-Ostküste: Überschwemmungen, Stromausfälle und abgesagte Flüge
Veröffentlicht am: 27.09.2026 um 01:50 Uhr | dpa, AD HOC NEWSEin heftiger Sturm hat am Samstag den Nordosten der USA mit starkem Wind, Regen und Überschwemmungen getroffen und in mehreren Bundesstaaten Zehntausende Menschen ohne Strom gelassen.
Stromausfälle und Todesfall in New York
Allein im Bundesstaat New York waren nach Angaben der Webseite poweroutage.com rund 35.000 Haushalte von Stromausfällen betroffen. In der Millionenmetropole wurde ein 56-jähriger Mitarbeiter der New Yorker Wohnungsbaubehörde von einem umstürzenden Baum tödlich verletzt.
Nach Angaben des zuständigen Amtes gingen in New York zahlreiche Berichte über umgestürzte Bäume ein. Die örtlichen Behörden warnten vor den Gefahren durch Wind und Überflutungen.
Gouverneurin ruft Notstand aus
Gouverneurin Kathy Hochul hatte vor dem Eintreffen des Sturms für einige Bezirke vorsorglich den Notstand ausgerufen. Sie warnte am Samstag vor extrem gefährlichen Bedingungen entlang der Küste, insbesondere wegen hoher Wellen und Überschwemmungen.
In New York wurden nach Hochuls Angaben Windböen von mehr als 80 Kilometern pro Stunde gemessen. Die Behörden riefen die Bevölkerung dazu auf, sich auf schwierige Wetterbedingungen einzustellen.
Flüge und Konzerte abgesagt
Auch der Flugverkehr war stark beeinträchtigt. Am Flughafen von Boston im Bundesstaat Massachusetts wurden nach Daten des Flugportals Flightaware am Samstagvormittag mehr als 250 Flüge gestrichen; zusätzlich wurden zahlreiche Verspätungen gemeldet.
Mehrere Veranstalter sagten geplante Konzerte ab. Das Global Citizen Festival im Central Park, das seit 2012 jährlich in New York stattfindet, wurde nach Angaben der Organisatoren erstmals abgesagt. Auch zwei Konzerte von Ed Sheeran nahe Boston fielen wegen des Wetters aus.
Sturmrisiko an dicht besiedelter Küste
Stürme im Nordosten der USA können mehrere Belastungen gleichzeitig auslösen: Starkregen überlastet Entwässerungssysteme, hohe Wellen erhöhen an der Küste die Gefahr von Überflutungen, und starke Böen bringen Bäume sowie Leitungen zu Fall. In der dicht besiedelten Region zwischen New York und Neuengland wirken sich solche Störungen schnell auf Millionen Menschen und zentrale Verkehrsverbindungen aus.
Die gemeldeten Stromausfälle zeigen, dass der Sturm nicht nur einzelne Straßen betrifft. Ausfälle der Energieversorgung können den Betrieb von Ampeln, Aufzügen, Geschäften und öffentlichen Einrichtungen beeinträchtigen. Für Anwohner sind neben überfluteten Straßen vor allem herabgefallene Äste, umstürzende Bäume und beschädigte Leitungen unmittelbare Gefahren.
Folgen für Verkehr und Veranstaltungen
Die zahlreichen Flugausfälle unterstreichen die überregionale Bedeutung des Wetters. Flughäfen in Boston und New York sind wichtige Drehkreuze; Verspätungen und Annullierungen können deshalb auch Verbindungen außerhalb der betroffenen Bundesstaaten stören. Veranstaltungsabsagen dienen zugleich dem Schutz des Publikums, weil An- und Abreise sowie der Aufenthalt unter freiem Himmel zusätzliche Risiken schaffen.
Für die kommenden Stunden kommt es auf die Entwicklung von Wind, Niederschlag und Wasserständen an. Behördenhinweise zu Küstenabschnitten und überfluteten Straßen sind für Reisende und Anwohner besonders relevant; bei Stromausfällen können sich die Einschränkungen zudem über das Ende des Unwetters hinaus erstrecken.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
FOCUS online: „Ed Sheeran sagt kurzfristig zwei Mega-Konzerte ab“ (25.09.2026)
Der Bericht hebe hervor, dass der Veranstalter die beiden Auftritte im Gillette Stadium wegen schwerer Unwetterwarnungen und nach Abstimmung mit den örtlichen Behörden abgesagt habe. Zusätzlich nenne er die angekündigte Rückerstattung der Ticketpreise sowie erwartete Regenmengen und Windgeschwindigkeiten in Foxborough; der Schwerpunkt liege damit stärker auf den praktischen Folgen für Konzertbesucher als auf der allgemeinen Lage in New York.
n-tv: „Ed Sheeran kommt nicht zur Ruhe - zwei Konzertabsagen“ (25.09.2026)
Der Beitrag bestätige die kurzfristige Absage beider Konzerte und führe als Anlass das auf Neuengland zuziehende Sturmtief an. Anders als der FOCUS-Bericht ordne er zusätzlich den vorausgegangenen Streit um das Tour-Vorprogramm ein; zur Zahl der Stromausfälle, den Überschwemmungen und dem Todesfall in New York enthalte er keine Angaben.
Beide Berichte stimmten bei den Konzertabsagen und dem Wettergrund überein, setzten jedoch unterschiedliche Schwerpunkte: Der eine erläutere vor allem Rückerstattung und Sicherheitsplanung, der andere den vorherigen Konflikt um die Tour. Die Auswirkungen des Sturms auf die Energieversorgung und die Küstengebiete blieben dort ausgespart.
