Tote, Schulbus-Brand

23 Tote bei Schulbus-Brand in Thailand - Fahrer stellt sich

02.10.2024 - 05:55:34

Thailand steht nach dem Flammeninferno in einem Schulbus unter Schock. Mehr als die HÀlfte der Kinder an Bord sind tot. Der Fahrer, der zunÀchst geflohen war, hat sich der Polizei gestellt.

  • Zahlreiche Retter waren im Einsatz, jedoch kam fĂŒr die meisten Betroffenen jede Hilfe zu spĂ€t. - Foto: Sakchai Lalit/AP/dpa

    Sakchai Lalit/AP/dpa

  • FĂŒr die meisten Insassen gab es bei dem UnglĂŒck kein Entkommen. - Foto: Sakchai Lalit/AP

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Zahlreiche Retter waren im Einsatz, jedoch kam fĂŒr die meisten Betroffenen jede Hilfe zu spĂ€t. - Foto: Sakchai Lalit/AP/dpaFĂŒr die meisten Insassen gab es bei dem UnglĂŒck kein Entkommen. - Foto: Sakchai Lalit/AP

Nach dem verheerenden Brand in einem Schulbus in Thailand mit vielen Toten hat sich der Fahrer der Polizei gestellt. Der 48-JÀhrige war zunÀchst geflohen, nachdem es ihm nicht gelungen war, die Flammen mit einem Feuerlöscher unter Kontrolle zu bringen, wie die Zeitung «Kahosod» unter Berufung auf die Polizei berichtete. Bei dem Feuer waren am Dienstag nach Behördenangaben 23 Insassen ums Leben gekommen: 20 Kinder und drei Lehrerinnen. Mehrere weitere Kinder wurden schwer verletzt. Die Gruppe war auf einem Schulausflug.

Der Fahrer wurde mittlerweile von der Polizei vernommen. Ihm werde fahrlĂ€ssiges Fahren vorgeworfen, das zu TodesfĂ€llen, Verletzungen und SachschĂ€den gefĂŒhrt habe, hieß es. Auch wird er der unterlassenen Hilfeleistung beschuldigt. Auf im Internet verbreiteten Fotos war aber auch zu sehen, wie er zunĂ€chst versuchte, mit einem Feuerlöscher die Flammen unter Kontrolle zu bringen.

Er bestĂ€tigte die Aussagen von Augenzeugen, dass ein geplatzter Reifen fĂŒr das UnglĂŒck verantwortlich war. Der Reisebus war dadurch auf eine andere Fahrspur geraten, hatte ein Auto gerammt und war anschließend an der Leitplanke entlanggeschrammt. Dabei brach das Feuer in dem gasbetriebenen Fahrzeug aus. Besonders schlimm: Der Notausgang ließ sich offenbar nicht öffnen. Dem zustĂ€ndigen Busunternehmen sei vorĂŒbergehend die Lizenz entzogen worden, berichtete die Zeitung «The Nation».

Identifizierung der Opfer ist schwierig

Insgesamt befanden sich 38 SchĂŒler im Alter zwischen 6 und 15 Jahren sowie ihre sechs Begleiter in dem Bus. Sie waren aus der Provinz Uthai Thani unterwegs zu einem Ausflug in die 200 Kilometer entfernt liegende Hauptstadt Bangkok. Laut dem Sender ThaiPBS World sind die meisten Opfer bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Um die Toten zu identifizieren, seien DNA-Proben von Angehörigen entnommen worden.

Thailand gehört zu den LĂ€ndern mit den meisten schweren VerkehrsunfĂ€llen weltweit. Besonders hĂ€ufig sind Motorradfahrer betroffen. Oft sind ganze Familien ohne Helm auf einem einzigen Motorroller unterwegs. Ursache der vielen schweren UnfĂ€lle sind neben dem schlechten Straßenzustand, ĂŒberhöhter Geschwindigkeit und Trunkenheit am Steuer auch veraltete Fahrzeuge, die nicht genug gewartet werden.

 

@ dpa.de