Sanfermines, Spanien

Verletzte bei Stierhatz in Pamplona

10.07.2023 - 10:19:14 | dpa.de

TierschĂŒtzer kritisieren Volksfeste wie die Stierhatz im spanischen Pamplona seit langem. In diesem Jahr kommt es wieder zu UnfĂ€llen.

  • Ein Feiernder wird am Ende des vierten Stiertreibens in Pamplona von einer Kuh  auf die Hörner genommen. - Foto: Alvaro Barrientos/AP
    Ein Feiernder wird am Ende des vierten Stiertreibens in Pamplona von einer Kuh auf die Hörner genommen. - Foto: Alvaro Barrientos/AP
  • Ein verletzter Mann auf einer Bahre beim  Stiertreiben im spanischen Pamplona. - Foto: Eduardo Sanz/EUROPA PRESS/dpa
    Ein verletzter Mann auf einer Bahre beim Stiertreiben im spanischen Pamplona. - Foto: Eduardo Sanz/EUROPA PRESS/dpa
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Bei der vierten Stierhatz des traditionellen «Sanfermines»-Festes im nordspanischen Pamplona sind am Montagmorgen mindestens sieben LĂ€ufer verletzt worden. Einen der MĂ€nner habe ein Kampfbulle auf die Hörner genommen. Er und die anderen, die Prellungen erlitten, seien in ein Krankenhaus gebracht worden, berichtete der staatliche TV-Sender RTVE. Damit sind seit Freitag bei der ebenso berĂŒhmten wie umstrittenen Veranstaltung insgesamt 22 LĂ€ufer verletzt worden.

Bei den Mutproben der vorwiegend jungen MĂ€nner ĂŒber die 825 Meter lange Strecke werden jedes Jahr Dutzende LĂ€ufer verletzt. Seit 1924 gab es 16 Todesopfer, das letzte 2009. Es gibt insgesamt acht LĂ€ufe.

Das jahrhundertealte Fest zu Ehren des Stadtheiligen San FermĂ­n hatte am Donnerstag begonnen und endet nĂ€chsten Freitag. TĂ€glich werden am frĂŒhen Vormittag sechs zum Teil mehr als 600 Kilogramm schwere Kampfbullen und mehrere zahme Leitochsen durch die engen Gassen der Altstadt bis in die Arena gejagt. In dieser finden dann abends die StierkĂ€mpfe statt.

TierschĂŒtzer beklagen, fĂŒr die Tiere sei die Stierhatz tatsĂ€chlich nichts anderes als eine panische Flucht durch die fĂŒr sie völlig ungewohnten Menschenmassen. Es handele sich ebenso wie der Stierkampf um TierquĂ€lerei, die ein Ende haben mĂŒsse.

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