Tino Sehgal, Performancekunst

Tino Sehgal und die konstruierten Situationen im Museumskontext

Veröffentlicht am: 22.08.2026 um 17:06 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Tino Sehgal entwickelt seine immateriellen, sogenannten konstruierten Situationen konsequent weiter. Besonders sichtbar wird dies in juengeren Museumsausstellungen, die seine Performance-Arbeiten mit klassischer Skulptur in Beziehung setzen.

Tino Sehgal, Performancekunst, Werkserien, Illustration mit AI erstellt.
Tino Sehgal, Performancekunst, Werkserien, Illustration mit AI erstellt.

Tino Sehgal hat die Idee der immateriellen, sogenannten konstruierten Situationen in den letzten Jahren in enger Zusammenarbeit mit Museen weiter verdichtet. Besonders deutlich wurde dies in der grossen Schau Tino Sehgal im Leeum Museum of Art in Seoul, in der acht Live-Arbeiten mit Skulpturen der Sammlung in Beziehung traten, wie das Museum in seiner Ankuendigung dokumentiert.

Die Live-Werke im Museumssaal

Im Leeum Museum of Art wurden von 2026 an acht konstruierten Situationen von Tino Sehgal gezeigt, darunter eine neue Arbeit, die sich direkt auf die vorhandene Skulpturensammlung bezog, wie die Museumsankuedigung und ein e-flux-Hinweis herausstellen.

Kuratorisch wurde die Ausstellung so angelegt, dass Besucher nicht zwischen klassischem White Cube und Performance-Raum unterscheiden konnten, sondern sich in einem fliessenden Parcours bewegten, der Auguste Rodin, Felix Gonzalez-Torres und Sehgal in einen gemeinsamen Erfahrungsraum stellte.

Werkserien und fruehere Retrospektiven

Die im Leeum gezeigten Arbeiten knuepfen an Sehgals laenger entwickelte Werkserien an, etwa This is so contemporary, This variation oder Kiss, die bereits in Museen wie der Tate oder dem Guggenheim erprobt wurden und dort das Verhaeltnis von Besucher und Werk radikal verschoben haben.

Charakteristisch ist, dass die einzelnen Situationen nicht als isolierte Performances funktionieren, sondern im Laufe eines Ausstellungstages unterschiedliche Atmosphaeren erzeugen, die sich mit der Bewegung der Besucher im Raum und mit der Präsenz der anderen Werke verbinden.

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Alle News und Hintergruende zu Tino Sehgal

Wer die Entwicklung von Tino Sehgals konstruierten Situationen im Zusammenspiel mit grossen Museumssammlungen verfolgen moechte, findet bei AD HOC NEWS weitere Berichte und Analysen.

So arbeitet Tino Sehgal im Raum

Sehgals Werkpraxis basiert auf praezise einstudierten, aber stets lebendig interpretierten Situationen, in denen Interpreten mit Stimme, Bewegung und Sprache arbeiten und Besucher aktiv einbeziehen, statt ihnen ein Objekt zur Betrachtung vorzugeben.

Die Abkehr von Fotografie, Video und schriftlicher Dokumentation ist dabei kein Nebenaspekt, sondern zentraler Bestandteil der Konzeption: Das Werk existiert nur in der konkreten Begegnung, was Museen dazu zwingt, ihre Produktionsweisen und Archivstrategien zu hinterfragen.

Aktueller Stand im Werk

Vor diesem Hintergrund konzentriert sich Tino Sehgal aktuell auf die Weiterentwicklung seiner konstruierten Situationen in dialogischer Zusammenarbeit mit internationalen Museumssammlungen, ohne oeffentlich kommunizierte neue Termine im unmittelbaren 30-Tage-Fenster.

Tino Sehgal auf einen Blick

  • Kuenstler: Tino Sehgal
  • Medium / Gattung: Performance, konstruierten Situationen
  • Wirkungsort(e): Studioarbeit in Berlin, internationale Museumskollaborationen
  • Aktiv seit: seit Anfang der 2000er Jahre mit fruehen Arbeiten wie This is so contemporary
  • Wichtige Werkgruppen: This is so contemporary, This variation, Kiss, weitere konstruierten Situationen mit Besucherbeteiligung
  • Aktuelle/letzte Ausstellung: Tino Sehgal, Leeum Museum of Art, Seoul
  • Wichtige Sammlungen: Arbeiten und Projekte in Museen wie Tate, Guggenheim Museum, Centre Pompidou, Leeum Museum of Art
  • Auszeichnungen: mehrfach in internationalen Ausstellungsformaten wie Biennalen und Museumsschauen praesentiert; spezifische Preisvergaben werden projektbezogen kommuniziert
  • Naechster Termin: aktuell kein angekuendigter Termin im 30-Tage-Fenster

Haeufige Fragen zu Tino Sehgal

Wie praesentiert Tino Sehgal seine Arbeiten in Museen?
Sehgal arbeitet mit geschulten Interpreten, die im Museumssaal choreografierte Situationen aus Bewegung, Sprache und Interaktion mit Besuchern entwickeln, oft in direkter Nachbarschaft zu klassischen Skulpturen oder Gemälden.

Warum verzichtet Tino Sehgal auf Fotografie und Video seiner Werke?
Der Verzicht ist Teil seines Konzepts: Die Arbeiten sollen ausschliesslich als konkrete Begegnungen im Ausstellungsraum existieren, nicht als reproduzierbare Bilder, was den Fokus auf die Erfahrung vor Ort legt.

Welche Rolle spielen Werkserien wie Kiss oder This variation im Oeuvre?
Diese Serien gelten als Schluesselarbeiten, weil sie unterschiedliche Formen von Nähe, Bewegung und kollektiver Erfahrung erproben und dabei konsequent ohne materielle Objekte auskommen.

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Dieser Artikel wurde a.i.-gestuetzt erstellt und redaktionell geprueft. Alle Angaben ohne Gewaehr; Auktionsresultate, Ausstellungstermine und Auszeichnungen koennen sich kurzfristig aendern.

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