Tote und Verletzte durch StromschlÀge an Bahn-Oberleitungen
26.12.2024 - 06:06:36   Mindestens vier Menschen sind in diesem Jahr bereits gestorben, weil sie Stromleitungen auf Bahnanlagen berĂŒhrt haben oder ihnen zu nahegekommen sind. Darunter sei ein Jugendlicher unter 18 Jahren, teilte die Bundespolizei in Potsdam mit. Demnach gab es bis Ende Oktober bundesweit 14 solcher UnfĂ€lle. Im gesamten Jahr 2023 seien es 16 und im Jahr zuvor 19 UnfĂ€lle gewesen. Die Statistik erfasst nicht FĂ€lle, in denen VerunglĂŒckte einige Zeit spĂ€ter an ihren Verletzungen gestorben sind.
Die Deutsche Bahn warnt eindringlich vor der Gefahr: «Durch Bahn-Oberleitungen flieĂen 15.000 Volt: Das 65-Fache der Steckdose zu Hause!», heiĂt es auf der Internetseite des Unternehmens. Auch wenn man den Leitungen nur nahekomme und sie nicht direkt berĂŒhre, könne das tödlich sein. «Schon in einem Abstand von 1,5 Metern kann der Strom ĂŒberspringen.» Die meisten UnfĂ€lle endeten mit schwersten Verletzungen oder sogar tödlich.Â
Wie hoch ist die Zahl der Verletzten?
Laut Bundespolizei gab es bis Oktober dieses Jahres zwölf Verletzte bei solchen VorfĂ€llen. Im gesamten Vorjahr seien es 14, im Jahr 2022 insgesamt 20 gewesen. Die meisten Betroffenen waren den Angaben zufolge volljĂ€hrig.Â
Immer wieder komme es zu den UnfĂ€llen, wenn Kinder, Jugendliche, aber auch Erwachsene auf Waggons, Strommasten, abgestellte ZĂŒge oder S-Bahnen kletterten, schreibt die Bahn dazu. Auch Drachen, Drohnen oder Modellflugzeuge in der NĂ€he von Gleisen fliegen zu lassen, könne gefĂ€hrlich werden. «Denn auch sie können den Strom zu einem leiten.»


