Zoo-Mitarbeiter in Safaripark in Bangkok von Löwen getötet
10.09.2025 - 12:18:55 | dpa.deIn einem Safari-Park in Bangkok ist ein langjĂ€hriger Tierpfleger von Löwen angegriffen und getötet worden. Der 58 Jahre alte Mitarbeiter sei am Vormittag (Ortszeit) aus seinem Fahrzeug ausgestiegen, um einen Gegenstand aufzuheben, berichtete die Zeitung «Khaosod» unter Berufung auf die Polizei. Dabei habe er gegen Sicherheitsvorschriften des Parks verstoĂen.
WĂ€hrend der Mann sich gebĂŒckt habe, habe sich ein Löwe von hinten angeschlichen und ihn zu Boden gerissen, sagte Polizeisprecher Niruchpon Yothamat. Drei bis vier weitere Löwen hĂ€tten sich daraufhin auf den Pfleger gestĂŒrzt.
Touristen mussten hilflos zusehen
Der Angriff dauerte Augenzeugen zufolge rund 15 Minuten â Touristen in ihren Fahrzeugen mussten die schreckliche Szene hilflos mitansehen. «Viele dachten zunĂ€chst, die Löwen wĂŒrden nur mit einem vertrauten Mitarbeiter spielen», zitierte «Khaosod» einen Arzt, der den Vorfall miterlebte. Die Touristen, darunter auch AuslĂ€nder, hĂ€tten mit Hupen und Schreien versucht, die Löwen zu vertreiben, aber umsonst.
Kollegen gelang es schlieĂlich, die Tiere zu vertreiben und den schwer verletzten Mann ins Krankenhaus zu bringen. Dort erlag er jedoch seinen Verletzungen. Der Pfleger hatte seit 30 Jahren mit Löwen und Tigern in dem Park «Safari World» gearbeitet. Nach Angaben der Polizei handelt es sich um den ersten tödlichen Zwischenfall dieser Art in der Einrichtung.
TierschĂŒtzer fordern Umsiedlung
TierschĂŒtzer reagierten bestĂŒrzt. «Der tragische Tod eines Tierpflegers im Safari World in Bangkok sollte ein Weckruf sein. Es ist an der Zeit, Tiere nicht lĂ€nger als SchaustĂŒcke zu behandeln, sondern als fĂŒhlende Wesen, die Freiheit und Respekt verdienen», erklĂ€rte Jason Baker, VizeprĂ€sident fĂŒr internationale Kampagnen bei der Tierrechtsorganisation Peta Asien. Zoos hielten wilde Tiere unter unnatĂŒrlichen Bedingungen und unterdrĂŒckten ihre Instinkte, was zu psychischem Leid und unberechenbarem Verhalten fĂŒhre - eine Gefahr fĂŒr Tiere und Menschen.Â
Peta forderte, die Löwen â die lediglich ihr natĂŒrliches Verhalten gezeigt hĂ€tten â in ein Schutzgebiet umzusiedeln. Die Organisation bot an, den Transfer zu unterstĂŒtzen und rief Touristen dazu auf, Einrichtungen zu meiden, die Wildtiere in Gefangenschaft halten.
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