Autoposer-Treffen, NRW

Autoposer-Treffen von NRW in die Niederlande verlagert

30.03.2024 - 03:18:12

Traditionell kommt es am «Car-Freitag» hÀufig zu illegalen Autorennen. Ein Tuner-Treffen soll rund 10.000 Menschen in die niederlÀndische Ortschaft Cuijk gelockt haben.

Mit bis zu 2000 aufgemotzten Autos haben sich Menschen auf dem Parkplatz eines Baumarktes in Goch am Niederrhein getroffen. Die Mitglieder der Autoposer- und Tunerszene seien mit laut aufheulenden Motoren und hupend unterwegs gewesen, berichtete ein Polizeisprecher in Kleve. Es habe keine sogenannten Donuts oder illegale Rennen gegeben, hieß es.

Ob Platzverweise oder Bußgelder verteilt wurden und wie viele Menschen insgesamt vor Ort waren, war zunĂ€chst nicht bekannt. Die Polizei hatte zunĂ€chst von mehreren Hundert Menschen gesprochen. Da die Polizei aber starke PrĂ€senz zeige, verlagerte sich das Treffen in Richtung der Niederlande.

«Car-Freitag» in NRW weitestgehend gesittet

Etwa 15 Kilometer hinter der deutsch-niederlĂ€ndischen Grenze im Ort Cuijk kamen dann spĂ€ter am Abend insgesamt 6000 Autos zusammen, sagte ein Pressesprecher der niederlĂ€ndischen Polizei der dpa vor Ort. Rund 10.000 Menschen hĂ€tten sich versammelt. Mit der UnterstĂŒtzung deutscher Beamter der Bundespolizei sei das Treffen aufgelöst worden. Dabei seien den Angaben der Polizei zufolge Hunderte Platzverweise erteilt worden. Es wurden außerdem etwa 50 Bußgelder verteilt. Die Personen mĂŒssen mit Geldstrafen von bis zu 450 Euro rechnen.

Bis zum gestrigen Nachmittag war der «Car-Freitag» in Nordrhein-Westfalen laut Polizei weitestgehend gesittet abgelaufen. Den ganzen Tag ĂŒber kontrollierten die Beamten mit UnterstĂŒtzung von SachverstĂ€ndigen die traditionellen Treffen der Tuner- und Poserszene und ihre PS-starken Fahrzeuge. In DĂŒsseldorf, Bochum und Essen gab es mit einem gesonderten EinsatzkrĂ€fte-Aufgebot gezielte Kontrollen der Tuning-Szene. Auch in Oberhausen wurde im gesamten Stadtgebiet und besonders im Bereich des Einkaufszentrums «Centro» kontrolliert.

In Goch sagte Polizeisprecher Stefan Sparberg am Abend: «Hier sind Fahrzeuge aus ganz NRW, aber auch aus dem angrenzenden Ausland und aus Niedersachsen.» Es gebe immer noch Zulauf zu dem Treffpunkt in der NÀhe der Autobahn 57. Dadurch komme es zu Staus und Behinderungen. Die Polizei kontrolliere anlassbezogen. Das Verhalten sei szenetypisch, meinte er gelassen: «Man hupt, man ist laut, man lÀsst die Motoren aufheulen.»

@ dpa.de