StromausfÀlle, BrÀnde

StromausfÀlle und BrÀnde: Hitzewelle in Europa

21.06.2024 - 16:23:20

Trockenheit und starke Winde haben in Griechenland zahlreiche kleinere Feuer zu FlĂ€chenbrĂ€nden verwandelt. Anderswo fĂŒhren die Temperaturen zu StromausfĂ€llen.

Mitten in der Hitzewelle ein weitflĂ€chiger Stromausfall Bewohner und Urlauber an der kroatischen AdriakĂŒste ĂŒberrascht. Die ElektrizitĂ€t fiel an der dalmatinischen KĂŒste und in ihrem Hinterland gegen 12.20 Uhr aus, wie das kroatische Fernsehen HRT berichtete. Betroffen waren Urlauberhochburgen wie Dubrovnik, Split und Zadar.

Ursache fĂŒr das Blackout sollen Störungen infolge von Überlastungen bei den Netzbetreibern in den NachbarlĂ€ndern gewesen sein, die gleichfalls mit weitflĂ€chigen StromausfĂ€llen zu kĂ€mpfen hatten. In Kroatien kehrte HRT zufolge die Stromversorgung nach etwas mehr als einer Stunde nach und nach wieder zurĂŒck. In Split wurden Temperaturen von bis zu 37 Grad gemessen.

Wasserversorgung ausgefallen

Fast ganz ohne Strom blieb das sĂŒdliche Adria-Nachbarland Montenegro. In der Hauptstadt Podgorica fiel zeitweise auch die Wasserversorgung aus, berichteten örtliche Medien. Auslöser des ĂŒberregionalen Blackouts könnte ein Brand in einem montenegrinischen Umspannwerk an der Grenze zu Bosnien-Herzegowina gewesen sein, berichtete das montenegrinische Nachrichtenportal «vijesti.me» unter Berufung auf den nationalen Netzbetreiber CGES.

StromausfĂ€lle gab es auch in weiten Teilen Bosniens, darunter die Hauptstadt Sarajevo. Der Ausfall aller Verkehrsampeln fĂŒhrte dort zu einem Verkehrschaos, berichteten bosnische Medien.

In Albanien fiel der Strom in den meisten StĂ€dten aus, kehrte aber zumeist nach einer halben Stunde wieder zurĂŒck, berichtete das Nachrichtenportal «top-channel.tv». Laut dieser Quelle fĂŒhrte der albanische Netzbetreiber OST das Blackout auf einen Defekt der Hochspannungsleitungen im Grenzgebiet zu Griechenland zurĂŒck. Ausgelöst hĂ€tten ihn hohe Belastung und das extrem heiße Wetter.

Die Stromnetze der BalkanlĂ€nder sind eng miteinander verbunden. Störungen und AusfĂ€lle können sich so ĂŒber weite Strecken fortfĂŒhren.

Starke Winde fachen zahlreiche BrÀnde in Griechenland an

Nach mehreren regenarmen Wochen und Temperaturen um die 40 Grad sind indes in Griechenland nach Angaben der Feuerwehr 45 BrÀnde ausgebrochen. «Stellenweise erreichen die Böen 95 Kilometer in der Stunde», sagte ein Sprecher der Feuerwehr im griechischen Rundfunk (ERT).

Betroffen waren die Halbinsel Peloponnes, die Insel Kefalonia und mehrere Regionen Mittelgriechenlands. Einige Dörfer mussten evakuiert werden. Verletzte wurden zunĂ€chst nicht gemeldet und touristische Anlagen waren nicht betroffen, berichteten Reporter aus den von den BrĂ€nden heimgesuchten Regionen. «Melden Sie bitte sofort jede Rauchbildung», rief der Feuerwehrsprecher die Bevölkerung auf. Die Brandgefahr werde auch am Wochenende sehr hoch sein, hieß es.

@ dpa.de