Ehefrau, Kind

Mann fÀhrt Ehefrau und Kind an - Sorgerechtsstreit vermutet

07.06.2025 - 20:13:24

Und wieder: Ein Auto fÀhrt gezielt in eine Personengruppe. Der Fahrer wird festgenommen - unter den Verletzten sind seine Frau und eine Tochter. Die Polizei nennt nun ein mögliches Motiv.

Flatterband sperrt den Ort der Tat ab: Ein Mann ist in Passau mit einem Wagen in eine Menschengruppe gefahren - unter den fĂŒnf Verletzten sind seine Frau und seine Tochter. Die Polizei geht von einer Beziehungstat aus und nennt einen Sorgerechtsstreit als möglichen Hintergrund.

«Im Zuge der bisherigen kriminalpolizeilichen Ermittlungen liegen Anhaltspunkte vor, dass ein möglicher Sorgerechtsstreit Auslöser fĂŒr die Tat gewesen sein soll», teilte die Polizei mit. Alle drei leben laut Polizei im Raum Passau. 

Die 40-jĂ€hrige Ehefrau des Fahrers sowie eine fĂŒnfjĂ€hrige Tochter werden wie die drei weiteren Verletzten im Krankenhaus behandelt. Wie schwer die Verletzungen sind, war zunĂ€chst nicht ganz klar. Es schwebe niemand in Lebensgefahr, sagte ein Polizeisprecher.

Der 48 Jahre alte Iraker wurde festgenommen und wurde am Samstag zunĂ€chst vernommen. Ob er sich Ă€ußerte, wurde nicht bekannt. 

Entscheidung ĂŒber Haftfrage

Über die Haftfrage soll am Sonntag entschieden werden. Die Kriminalpolizeiinspektion Passau habe zusammen mit der Staatsanwaltschaft Passau die Ermittlungen ĂŒbernommen, hieß es. Der Vorwurf sei nach derzeitigem Erkenntnisstand ein versuchtes Tötungsdelikt. 

Keine Lebensgefahr

Der Mann war am Nachmittag gegen 15.30 Uhr mit seinem Wagen in einer Straße nahe dem Hauptbahnhof der DreiflĂŒssestadt in die Personengruppe auf dem Gehweg gefahren. Die Polizei war sehr schnell davon ausgegangen, dass der Mann das Fahrzeug bewusst in die Personengruppe gelenkt hatte. 

In welcher Beziehung die anderen Verletzten zu der Familie standen, konnte die Polizei noch nicht sagen.

Passanten rufen Polizei

Passanten hatten die Polizei alarmiert. Die Verletzten wurden mit Krankenwagen in die Klinik gebracht. Der Unfallort war abgesperrt. Am frĂŒhen Abend wurde der Unfallwagen mit einem Kran abtransportiert. Die Beamten riefen Zeugen auf, sich bei der Kriminalpolizeiinspektion Passau zu melden. 

Erst im Februar war ein Auto in MĂŒnchen in einen Demonstrationszug gerast, Dutzende Menschen wurden verletzt. Zwei der Verletzten - eine Frau und ihre zweijĂ€hrige Tochter - starben spĂ€ter im Krankenhaus. Der damals 24 Jahre alte mutmaßliche TĂ€ter sitzt in Untersuchungshaft.

@ dpa.de