WaldbrÀnde, Spanien

Mindestens 16 große WaldbrĂ€nde in Spanien

15.08.2025 - 16:40:42 | dpa.de

Ungewöhnlich viele WaldbrĂ€nde zugleich bringen die EinsatzkrĂ€fte in Spanien an den Rand ihrer KrĂ€fte. Tausende mĂŒssen fliehen. Die Opposition fordert den Einsatz des MilitĂ€rs.

Unter den WaldbrÀnden leiden auch viele Wildtiere und das Vieh der Bauern. - Foto: Lalo R. Villar/AP/dpa
Unter den WaldbrÀnden leiden auch viele Wildtiere und das Vieh der Bauern. - Foto: Lalo R. Villar/AP/dpa

In einem der verheerendsten Waldbrandjahre Spaniens kĂ€mpfen EinsatzkrĂ€fte nach Angaben des Innenministeriums weiter gegen 16 große WaldbrĂ€nde der zweithöchsten Kategorie. Zudem loderten in verschiedenen Regionen Dutzende kleinere Feuer. Der Staat werde alle erforderlichen Mittel zur BekĂ€mpfung der BrĂ€nde zur VerfĂŒgung stellen, versicherte Innenminister Fernando Grande-Marlaska im staatlichen TV-Sender RTVE. Die Waldbrandgefahr bleibe wegen der großen Hitze und Trockenheit extrem hoch, warnte er.

Seit Jahresbeginn sind nach offiziellen Angaben schon 157.000 Hektar Wald- und VegetationsflĂ€chen verbrannt, allein im August 115.000 Hektar. Das entspricht fast dem halben Saarland. Vielerorts gab es Berichte, dass Feuerwehrleute bei Einsatzzeiten von bis zu 20 Stunden am StĂŒck unter Erschöpfung litten. Bisher kamen diesen Monat schon drei BrandbekĂ€mpfer ums Leben. 

Politik streitet ĂŒber Verantwortlichkeiten

Die Brandkatastrophen fĂŒhrten auch zu einem heftigen Schlagabtausch zwischen der linken Zentralregierung und der konservativen Opposition. Sie werfen sich gegenseitig vor, zu wenig fĂŒr die Vorbeugung gegen BrĂ€nde und fĂŒr eine ausreichende AusrĂŒstung der Feuerwehren getan zu haben. 

Mit dem Gartenschlauch gegen die Flammenwand 

Unterdessen beschwerten sich betroffene BĂŒrger ĂŒber teils mangelnde Hilfe. In Videos war zu sehen, wie Menschen versuchten, ihre HĂ€user mit GartenschlĂ€uchen vor den Flammen zu bewahren. 

Experten warnten in spanischen Medien, die Landflucht der vergangenen Jahrzehnte und der dadurch ausgelöste Wildwuchs von Wald- und Buschland sei neben den Folgen des Klimawandels ein Grund fĂŒr die extreme IntensitĂ€t der BrĂ€nde. 

Opposition fordert Einsatz des MilitÀrs

OppositionsfĂŒhrer Alberto NĂșñez FeijĂło forderte nun einen grĂ¶ĂŸeren Einsatz des regulĂ€ren MilitĂ€rs, um bei der BrandbekĂ€mpfung zu helfen. Eine Sondereinheit des MilitĂ€rs fĂŒr BrandbekĂ€mpfung, die UME, ist schon seit Tagen im Einsatz. Innenminister Grande-Marlaska versicherte, den betroffenen Regionen werde jede notwendige Hilfe zur VerfĂŒgung gestellt. Er hatte zuvor bei der EU Hilfe angefordert und Frankreich schickte zwei Löschflugzeuge. 

GrĂ¶ĂŸter Einzelbrand in der bekannten Geschichte Spaniens

In den besonders betroffenen Autonomen Regionen Kastilien und LeĂłn, in Galicien sowie der Extremadura wurden schon mindestens 12.000 Menschen aus ihren HĂ€usern evakuiert. Die schlimmsten BrĂ€nde wĂŒten seit Tagen im relativ dĂŒnn besiedelten Nordwesten des Landes. In der Region von Zamora war der grĂ¶ĂŸte je in Spanien registrierte Waldbrand weiter außer Kontrolle. Dort wurden bereits etwa 38.000 Hektar vernichtet. Schwierig war die Lage auch in der Gegend der Stadt Ourense in Galicien und in CĂĄceres in der Autonomen Gemeinschaft Extremadura.

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