Drei Tote bei Explosion an Stausee in Italien
10.04.2024 - 00:00:20Bei einer Explosion in einem Wasserkraftwerk an einem Stausee im Norden Italiens sind mindestens drei Arbeiter ums Leben gekommen. Die Behörden befĂŒrchteten am Abend, dass sich die Zahl der Todesopfer in der Anlage am Stausee von Suviana zwischen den StĂ€dten Bologna und Florenz noch erhöhen könnte: Mehr als acht Stunden nach dem UnglĂŒck, das sich gegen 15.00 Uhr ereignete, wurden noch vier BeschĂ€ftigte vermisst. Mindestens fĂŒnf Arbeiter erlitten teils schwere Brandverletzungen.
Nach ersten Erkenntnissen brach in der Anlage bei Arbeiten an einer Turbine in etwa 30 Metern Tiefe aus zunĂ€chst ungeklĂ€rter Ursache Feuer aus, wodurch es dann zu der Explosion kam. Infolge der Explosion sei auch Wasser in das Kraftwerk eingedrungen, hieĂ es. Der Staudamm an sich - etwa zwei Kilometer entfernt - wurde nicht in Mitleidenschaft gezogen. Die Feuerwehr hatte wegen starken Rauchs groĂe MĂŒhe, in dem Kraftwerk an die UnglĂŒcksstelle zu gelangen.
Der BĂŒrgermeister der nahe gelegenen Gemeinde Camougnano, Marco Masinara, berichtete von Arbeiten an den Turbinen im Inneren des GebĂ€udes. Das UnglĂŒck ereignete sich demnach weit unterhalb des Wasserspiegels auf der Ebene minus neun. Der Stromversorger Enel Green Power, dem das Kraftwerk gehört, bestĂ€tigte das UnglĂŒck, ohne nĂ€here Angaben zu machen. Zwischenzeitlich hatte die zustĂ€ndige PrĂ€fektur von vier geborgenen Todesopfern gesprochen.
GelĂ€nde ĂŒberflutet - mehrere Hubschrauber im Einsatz
Die Feuerwehr war mit mehr als 40 Helfern und auch mit mehreren Hubschraubern im Einsatz. Der Provinzkommandant der Feuerwehr von Bologna, Calogero Turturici, sagte dem Fernsehsender E-TV: «Es gibt sehr viel Rauch. Wir haben MĂŒhe, in die RĂ€umlichkeiten zu gelangen.» Zudem sei das GelĂ€nde mit Wasser ĂŒberflutet. Auf die Frage nach der Ursache sagte Turturici: «Wenn der Unfallort nicht zugĂ€nglich ist, ist es schwierig, die eine oder andere Hypothese aufzustellen.»
Der See liegt in einem Regionalpark der Apenninen auf einer Höhe von knapp 500 Metern. Er entstand durch den Bau eines Staudamms in den Jahren 1928 bis 1932. Die Gegend ist auch bei Wanderern sehr beliebt.





