Unwetter in Mexiko: Mehr als 40 Tote und viele Vermisste
12.10.2025 - 18:20:50Die Unwetter in Mexiko ziehen eine Spur der VerwĂŒstung nach sich. Bei den schweren Ăberschwemmungen und Erdrutschen nach Dauerregen sind offiziellen Angaben zufolge bisher mindestens 44 Menschen ums Leben gekommen, eine unbestimmte Anzahl von Personen wird vermisst. Viele Gemeinden, vor allem in bergigen Regionen, blieben wegen Lawinen oder erhöhten WasserstĂ€nden von FlĂŒssen von der AuĂenwelt abgeschnitten.
PrÀsidentin Claudia Sheinbaum reiste am Sonntag (Ortszeit) in das Katastrophengebiet, um sich ein Bild vom Ausmaà der Zerstörung zu machen. In der Gemeinde Huachinango, die zu den am stÀrksten betroffenen im Bundesstaat Puebla zÀhlt, traf sie Opfer und Helfer. «Heute ermöglichen die Wetterbedingungen schnellere Fortschritte und Lufttransporte zu den noch immer isolierten Gemeinden», schrieb sie auf X.
Rund 10.000 Soldaten sind mit Booten, Hubschraubern und Baggern im Einsatz. Sie rĂ€umen StraĂen frei, holen Menschen aus ĂŒberfluteten Gemeinden und versorgen sie mit Lebensmitteln. Tausende wurden in NotunterkĂŒnfte gebracht. Die Helfer versuchen noch, mehrere Ortschaften zu erreichen, die bisher nicht zugĂ€nglich waren.Â
Meteorologen warnen vor weiteren RegenfÀllen
Laut dem mexikanischen Wetterdienst ist aufgrund verschiedener WetterphĂ€nomene in den kommenden Tagen mit weiterem Regen zu rechnen. «Die vom Pazifischen Ozean und dem Golf von Mexiko eindringende Feuchtigkeit wird im Nordosten, Westen, in der Mitte, im Osten und im SĂŒden des Landes zu Regen und Schauern fĂŒhren», hieĂ es am Sonntag (Ortszeit). Die Böden können in einigen Regionen aber kein Wasser mehr aufnehmen, das Risiko weiterer Erdrutsche steige.
Betroffen sind vor allem Bundesstaaten im Osten und Zentrum des lateinamerikanischen Landes. Zehntausende HĂ€user sowie Kliniken, Schulen, StraĂen und BrĂŒcken wurden beschĂ€digt. Die meisten Todesopfer wurden bisher in Veracruz und Hidalgo gemeldet. Auch in Puebla und QuerĂ©taro kamen Menschen ums Leben. In San Luis PotosĂ gab es SchĂ€den, aber keine Opfer.
In Puebla sorgten die Unwetter zudem fĂŒr den Tod eines Tigers, der nach der Ăberschwemmung eines Zoos nahe der Gemeinde Xicotepec als vermisst galt. Das 130 Kilogramm schwere Tier wurde unter Wurzeln und BaumstĂ€mmen aufgefunden, die von den Fluten weggeschwemmt worden waren, wie die Umweltbehörde Profepa mitteilte.







