SchÀtzung, Unwetter

Erste SchÀtzung: Unwetter hinterlassen Milliarden-SchÀden

30.12.2024 - 05:30:39

Unwetter richteten auch 2024 hohe SchĂ€den in Deutschland an – vor allem im SĂŒden und SĂŒdwesten. Eine erste Bilanz.

Unwetter haben 2024 nach erster EinschĂ€tzung der Versicherer in Deutschland weniger SchĂ€den verursacht als im Jahr zuvor. «Nach unseren vorlĂ€ufigen Zahlen sind die versicherten SchĂ€den zwar um 100 Millionen Euro auf 5,5 Milliarden Euro zurĂŒckgegangen. Die Schadenbilanz bleibt jedoch insgesamt hoch», sagte der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Jörg Asmussen.

Vor allem der SĂŒden und SĂŒdwesten Deutschlands hatten im FrĂŒhjahr mit Überschwemmungen zu kĂ€mpfen. Laut Mitteilung des Verbands verzeichneten insbesondere das Saarland und Rheinland-Pfalz ĂŒber Pfingsten versicherte SchĂ€den in Höhe von rund 200 Millionen Euro. Ein Hochwasser im Juni ĂŒberflutete vor allem Teile Bayerns und Baden-WĂŒrttembergs. DafĂŒr hĂ€tten die Sach- und Kraftfahrtversicherer insgesamt rund zwei Milliarden Euro gezahlt.

Wie hoch fallen die SchÀden im Einzelnen aus?

So verteilten sich die SchĂ€den: In der Sachversicherung, die SchĂ€den zum Beispiel an GebĂ€uden und Möbeln abdeckt, verzeichnete der Gesamtverband im zu Ende gehenden Jahr versicherte SchĂ€den von insgesamt 4,5 Milliarden Euro. Davon entfielen den Angaben zufolge zwei Milliarden Euro fĂŒr SchĂ€den durch Sturm und Hagel und 2,5 Milliarden Euro auf SchĂ€den durch Naturgefahren, wie etwa Überschwemmungen aufgrund von Starkregen.

Mit rund einer Milliarde Euro fĂ€llt die Bilanz fĂŒr die Kraftfahrtversicherer 2024 laut dem Verband leicht unterdurchschnittlich aus. Der langjĂ€hrige Durchschnitt liege hierbei bei 1,2 bis 1,3 Milliarden Euro.?In der Regel ziehen die Versicherer im FrĂŒhjahr Bilanz und können dann konkret sagen, wie hoch die SachschĂ€den ausgefallen sind. 2023 waren es versicherte SchĂ€den von 5,7 Milliarden Euro.

Forderung nach mehr Hochwasser-Schutz

Laut Mitteilung gab es 2024 keine grĂ¶ĂŸeren SchĂ€den durch Winter- und HerbststĂŒrme. DafĂŒr mussten Feuerwehren unzĂ€hlige Male nach heftigem Regen ausrĂŒcken. Die Versicherer forderten laut Mitteilung, PrĂ€vention und die Anpassung an Klimafolgen weiter in den Vordergrund zu rĂŒcken, «um den zunehmenden SchĂ€den durch Wetterextreme wirksam entgegenzuwirken». Asmussen sagte: «Die Hochwasser haben erneut gezeigt, wie wichtig Hochwasserschutz und intakte DĂ€mme und Deiche sind.»

@ dpa.de