OBERPFALZ, Bayern

VerdĂ€chtiger nach tödlichem BankĂŒberfall in Psychiatrie

Veröffentlicht am: 28.07.2026 um 16:05 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Nach dem tödlichen Messerangriff in Regensburg sehen Ermittler zunĂ€chst keine Hinweise auf eine psychische Erkrankung des mutmaßlichen Angreifers. Jetzt gibt es neue Erkenntnisse.

Der 20 Jahre alte Deutsche saß zunĂ€chst in Untersuchungshaft. (Archivbild) - Bild: Armin Weigel/dpa
Der 20 Jahre alte Deutsche saß zunĂ€chst in Untersuchungshaft. (Archivbild) - Bild: Armin Weigel/dpa

Nach dem tödlichen Angriff auf einen Bankmitarbeiter in Regensburg ist der mutmaßliche TĂ€ter aus der Untersuchungshaft in ein psychiatrisches Krankenhaus verlegt worden. Ein Gutachten eines Experten habe Hinweise darauf erbracht, dass der 20 Jahre alte Deutsche bei der Attacke in einer Bankfiliale wegen einer psychiatrischen Erkrankung zumindest vermindert schuldfĂ€hig gewesen sein könne, teilte die Staatsanwaltschaft Regensburg mit. Es sei auch nicht auszuschließen, dass der Mann vollstĂ€ndig schuldunfĂ€hig sei.

Ermittler hatten zunÀchst keine Hinweise auf Erkrankung gesehen

Bei einer Pressekonferenz von Polizei und Staatsanwaltschaft am Tag nach der Tat hatten die Ermittler zunÀchst gesagt, es lÀgen keine Hinweise auf eine psychische Erkrankung des VerdÀchtigen vor. Der Mann war deshalb zunÀchst nach einer Anordnung einer Ermittlungsrichterin zur Untersuchungshaft in ein GefÀngnis gebracht worden. 

Dort habe dann aber noch am selben Tag ein Experte den VerdÀchtigen kurz begutachtet, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Wegen dessen Erkenntnissen habe das Amtsgericht Regensburg die Anordnung der Untersuchungshaft aufgehoben und einen Unterbringungsbefehl erlassen. Der 20-JÀhrige werde damit vorerst in einem Bezirkskrankenhaus untergebracht. 

20-JĂ€hriger soll Zettel gezeigt und dann zugestochen haben

Inwieweit der Mann bei dem tödlichen Angriff tatsĂ€chlich schuldfĂ€hig war und welche Rolle eine psychische Erkrankung dabei gespielt haben könnte, werde ein Gericht beurteilen, wenn es zu einem Prozess kommen sollte, hieß es. Gegen den 20-JĂ€hrigen wird wegen Mordes und der versuchten schweren rĂ€uberischen Erpressung ermittelt. Er hat sich laut Staatsanwaltschaft bisher nicht zu den VorwĂŒrfen geĂ€ußert. Bis zu einem rechtskrĂ€ftigen Urteil gelte die Unschuldsvermutung. 

Der Mann soll am Donnerstag eine Bankfiliale im Regensburger Westen mit einem KĂŒchenmesser betreten und einem Mitarbeiter einen Zettel vorgelegt haben, mit dem Geld gefordert wurde. Wenige Sekunden spĂ€ter soll er mit dem Messer mehrfach auf den Bankangestellten eingestochen haben, der spĂ€ter an seinen Verletzungen starb. 

Auch weil sich zunĂ€chst noch andere Menschen mit dem mutmaßlichen Angreifer im GebĂ€ude befanden, waren bis zur Festnahme des 20-JĂ€hrigen stundenlang Hunderte Polizisten samt SpezialkrĂ€ften im Einsatz.

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