Sommerzeit steht an - Uhren werden Sonntag vorgestellt
27.03.2026 - 05:05:04 | dpa.de
Die Sommerzeit beginnt: In Deutschland und den meisten LĂ€ndern Europas werden am frĂŒhen Sonntagmorgen (29. MĂ€rz) die Uhren von 2.00 Uhr auf 3.00 Uhr vorgestellt. Damit gilt dann hierzulande wieder die MitteleuropĂ€ische Sommerzeit (MESZ), bis am 25. Oktober wieder auf die Normalzeit - auch Winterzeit genannt - zurĂŒckgestellt wird.
Um den reibungslosen Ablauf kĂŒmmern sich Wissenschaftler der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig. Sie achten darauf, dass ĂŒber einen Langwellensender mit dem Namen «DCF77» in Mainflingen bei Frankfurt/Main alle nötigen Uhren mit der gesetzlichen Zeit versorgt werden. «Unsere Experten waren vorab wieder vor Ort und haben die Programmierung gecheckt», sagte PTB-Zeitexperte Dirk Piester.
Kritiker rufen nach AbschaffungÂ
1980 wurde die Zeitumstellung wieder eingefĂŒhrt - mit dem Ziel, das Tageslicht besser auszunutzen. Kritiker zweifeln den Energiespareffekt allerdings immer wieder an und rufen nach einer Abschaffung. DafĂŒr brĂ€uchte es aber eine europaweite Lösung, die nicht in Sicht ist.
Die EuropĂ€ische Kommission hatte 2018 vorgeschlagen, die Zeitumstellung in der EU zu beenden, weil sich zuvor mehr als 80 Prozent der Teilnehmer einer Online-Befragung dafĂŒr ausgesprochen hatten. Von 4,6 Millionen Antworten kamen damals etwa 3 Millionen aus Deutschland.
EU-Staaten finden keine gemeinsame PositionÂ
Nach Vorstellung der Kommission sollen die Staaten jeweils wĂ€hlen können, ob sie kĂŒnftig immer Winter- oder Sommerzeit haben wollen. Sie sollen sich aber absprechen, damit es keine Probleme etwa fĂŒr den Binnenmarkt gibt. Die EU-Staaten können sich aber seit Jahren nicht auf eine Position einigen.
Dennoch hÀlt die EU-Kommission weiter am Plan fest und hat eine Studie zu den Folgen einer Abschaffung beauftragt. Sie soll bis Ende des Jahres fertiggestellt werden, wie eine Sprecherin mitteilte.
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