Vermisste Schülerin in Berlin: Mehr als 100 Beamte suchen Lisa T.
Veröffentlicht am: 07.11.2026 um 12:27 Uhr | dpa, AD HOC NEWSErmittlungen in Berlin-Marzahn
- Lisa T. verließ am Dienstag gegen 7.15 Uhr ihr Wohnhaus und wollte vom Barnimplatz zur Schule fahren.
- Mehr als 100 Beamte, darunter Spezialkräfte, suchten im Wohnumfeld der 13-Jährigen.
- Die Mordkommission bat um Hinweise von Menschen, die Lisa auf ihrem Schulweg gesehen haben.
Suche nach 13-Jähriger in Berlin-Marzahn
Mehr als 100 Beamte suchen in Berlin-Marzahn nach der seit Dienstag vermissten 13-jährigen Schülerin Lisa T. Das Mädchen wollte zur Schule fahren, kam dort aber nicht an; die Staatsanwaltschaft sieht weiterhin Anhaltspunkte für ein mögliches Verbrechen.
Polizei durchsucht Wohnumfeld
Die Einsatzkräfte waren am Samstagmorgen in der Umgebung des Wohnhauses unterwegs und verteilten Flugblätter. Unter den Beamten sind auch Spezialkräfte.
Lisa T. hatte ihr Wohnhaus am Dienstag gegen 7.15 Uhr verlassen. Sie wollte gegen 7.30 Uhr vom Barnimplatz zu ihrer Schule in der Sella-Hasse-Straße fahren, kam dort jedoch nicht an.
Hubschrauber und Spürhunde im Einsatz
Am Freitag überflog ein Hubschrauber das von Plattenbauten und Grünflächen geprägte Wohngebiet. Außerdem setzten die Einsatzkräfte Spürhunde ein.
Die Mordkommission der Berliner Polizei bittet um Hinweise. Gesucht werden Menschen, die Lisa am Dienstag auf dem Weg zur Schule gesehen haben oder Angaben zu ihrem aktuellen Aufenthaltsort machen können.
Beschreibung der Vermissten
Lisa T. ist den Angaben zufolge zwischen 1,60 und 1,65 Meter groß und schlank. Sie hat lange dunkle Haare und wurde zuletzt mit einer schwarzen Winterjacke, einem grauen Oberteil, einer blauen Jeans, weißen Sneakern und einem schwarzen Rucksack gesehen.
Erinnerung an Fall Rebecca
Der Fall erinnert an das Verschwinden der 15-jährigen Rebecca aus Berlin-Britz im Februar 2019. Rebecca und ihre Leiche wurden bislang nicht gefunden.
Die Polizei hatte damals unter anderem mit Suchtrupps, Hunden, Hubschraubern, Drohnen, Baggern, Booten und Tauchern gesucht. Auch Handydaten und zahlreiche Hinweise wurden ausgewertet. Die Polizei verdächtigt den Mann von Rebeccas Schwester, sie getötet zu haben; er bestreitet den Vorwurf.
Vermisstenfälle, bei denen Kinder oder Jugendliche auf dem Schulweg nicht ankommen, lösen regelmäßig umfangreiche Suchmaßnahmen aus. Im Fall der 13-Jährigen konzentrieren sich die Ermittlungen auf den Zeitraum zwischen dem Verlassen ihres Wohnhauses am Dienstagmorgen und dem geplanten Schulweg über den Barnimplatz.
Die Berliner Polizei setzt dabei verschiedene Mittel ein: Beamte suchen im Wohnumfeld, Spezialkräfte unterstützen die Maßnahmen, dazu kommen Hubschrauber und Spürhunde. Die Mordkommission übernimmt, wenn konkrete Hinweise auf eine Straftat vorliegen. Für die Ermittler sind Beobachtungen von Anwohnern, Passanten und Fahrgästen besonders bedeutsam, weil bereits kleine Angaben zu Zeit, Ort oder Begleitpersonen den Ablauf rekonstruieren können.
Hinweise können Ermittlungen entscheidend voranbringen
Für die Bevölkerung ist vor allem der von der Polizei genannte Weg zwischen Wohnhaus, Barnimplatz und Schule relevant. Wer die Schülerin dort am Dienstagmorgen gesehen hat oder Angaben zu ihrem weiteren Aufenthaltsort machen kann, sollte sich an die Polizei wenden. Der Fall der vermissten Rebecca aus Berlin zeigt zugleich, dass groß angelegte Suchaktionen auch über längere Zeiträume andauern können, wenn eine vermisste Person zunächst nicht gefunden wird.
Die aktuelle Suche bleibt von der Frage geprägt, was zwischen dem Aufbruch und dem Nichterscheinen in der Schule geschah. Weitere Erkenntnisse können sich insbesondere aus Zeugenaussagen, technischen Auswertungen und den Ergebnissen der Suchmaßnahmen ergeben.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
Der Artikel berichtet ebenfalls über den vermuteten Straftatbezug, die Ermittlungen der Mordkommission sowie den Einsatz von Spürhunden und Hubschrauber. Als zusätzlichen Schwerpunkt nennt er den für Samstag geplanten Fortgang der Suche und konkrete Kontaktmöglichkeiten für Hinweisgeber.
rbb24: „13 Jahre altes Mädchen aus Marzahn vermisst – Polizei setzt Suche fort“ (07.11.2026)
Der rbb bestätigt die fortgesetzte Suche, die Angaben zum Schulweg und den Anfangsverdacht einer Straftat. Anders als der erste Beitrag legt er den Schwerpunkt auf den Ablauf des Polizeieinsatzes und die örtlichen Angaben; offen bleibt weiterhin, wo sich die Schülerin befindet.
Beide Beiträge stimmen beim Verschwinden auf dem Schulweg, beim Einsatz der Mordkommission und beim Straftatverdacht überein. Unterschiede bestehen vor allem in der Gewichtung von Suchablauf, Kontaktmöglichkeiten und Ortsdetails.
