Berlin-Marzahn, Bad Freienwalde

Vermisste SchĂŒlerin Lisa T. tot in Bad Freienwalde gefunden

Veröffentlicht am: 08.11.2026 um 18:28 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die Ermittler fanden die Leiche der seit Dienstag vermissten 13-JĂ€hrigen in Brandenburg. Ein schwer verletzter Mann wurde festgenommen und liegt unter Bewachung im Krankenhaus.

Ermittlungen reichen bis Brandenburg

  • Die Polizei erhielt am Sonntag gegen 12.00 Uhr einen Hinweis auf unbefugte Personen in dem leerstehenden Haus.
  • Der VerdĂ€chtige wurde nach einer schweren Selbstverletzung in ein Krankenhaus gebracht und dort bewacht.
  • Lisa sollte am Dienstag gegen 7.30 Uhr vom Barnimplatz zur Schule in der Sella-Hasse-Straße fahren.
  • Die Leiche wurde in einem unbewohnten Einfamilienhaus gefunden. - Bild: Marco Porzig/dpa
  • Berliner Polizisten und Rettungsdienste suchen nach einem vermissten 13-jĂ€hrigen MĂ€dchen. - Bild: Marco Porzig/dpa
  • Berliner Polizisten bringen bei der Suche nach einem vermissten 13-jĂ€hrigen MĂ€dchen. - Bild: Fabian Sommer/dpa
Die Leiche wurde in einem unbewohnten Einfamilienhaus gefunden.  - Bild: Marco Porzig/dpa Berliner Polizisten und Rettungsdienste suchen nach einem vermissten 13-jÀhrigen MÀdchen. - Bild: Marco Porzig/dpa Berliner Polizisten bringen bei der Suche nach einem vermissten 13-jÀhrigen MÀdchen.  - Bild: Fabian Sommer/dpa

Lisa T. in Brandenburg tot gefunden

Die seit Dienstag vermisste 13-jÀhrige Lisa T. aus Berlin-Marzahn ist tot aufgefunden worden. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass Ermittler ihre Leiche in einem derzeit unbewohnten Einfamilienhaus in einem Ortsteil von Bad Freienwalde in Brandenburg entdeckten.

VerdÀchtiger im Krankenhaus

Im Zusammenhang mit dem Tod nahm die Polizei einen Mann fest, der sich nach Angaben der Behörden schwer verletzt hatte. Er befindet sich in kritischem Zustand in einem Krankenhaus und wird dort von Polizisten bewacht.

Die IdentitĂ€t des VerdĂ€chtigen ist bislang nicht geklĂ€rt. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er sich die Verletzungen selbst zugefĂŒgt hat, und vermutet, dass er fĂŒr den Tod von Lisa verantwortlich ist.

Ermittler gehen von Kapitalverbrechen aus

Die Ermittler gehen von einem Kapitalverbrechen aus. Dazu zÀhlen besonders schwere Delikte wie Mord, Totschlag, Vergewaltigung oder schwere Sexualstraftaten.

SchĂŒlerin kam nicht in der Schule an

Lisa hatte ihr Wohnhaus am Dienstag gegen 7.20 Uhr verlassen, um gegen 7.30 Uhr vom Barnimplatz zu ihrer Schule in der Sella-Hasse-Straße zu fahren. Dort kam sie nicht an; nach dem Ermittlungsstand verließ sie ihr familiĂ€res Umfeld nicht freiwillig.

Am Freitag startete die Polizei eine großangelegte Suche mit Hunderten Beamten. EinsatzkrĂ€fte gingen von TĂŒr zu TĂŒr, befragten Anwohner und suchten mit SpĂŒrhunden, einem Hubschrauber und einer Unterwasserdrohne nach der SchĂŒlerin.

Hinweis fĂŒhrte zu leerstehendem Haus

Der Schwerpunkt lag im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf sowie in umliegenden GrĂŒnanlagen und rund um den Kaufpark Eiche. Die Ermittler untersuchten außerdem Wege, die Lisa im Schulalltag und in ihrer Freizeit genutzt hatte.

Am Sonntag gegen 12.00 Uhr erhielt die Polizei in Brandenburg nach Angaben der Staatsanwaltschaft den Hinweis, dass sich Unberechtigte Zugang zu dem derzeit leerstehenden Haus verschafft hÀtten. Dort fanden die EinsatzkrÀfte die Leiche und den schwer verletzten Mann.

Der Fall verbindet eine Vermisstensuche in Berlin mit einem Fundort in Brandenburg. Lisa T. verließ am Dienstagmorgen ihr Zuhause in Marzahn auf dem Weg zur Schule, kam dort aber nicht an. Die Ermittler gingen deshalb von Beginn an davon aus, dass sie ihr familiĂ€res Umfeld nicht freiwillig verlassen hatte.

Die Polizei weitete die Suche am Freitag mit Hunderten EinsatzkrĂ€ften aus. Neben Befragungen im Wohnumfeld kamen SpĂŒrhunde, ein Hubschrauber und eine Unterwasserdrohne zum Einsatz. Der Fund in einem unbewohnten Einfamilienhaus in einem Ortsteil von Bad Freienwalde verlagert den Schwerpunkt der Ermittlungen nun nach Brandenburg.

Ermittlungen zum VerdÀchtigen

Die Staatsanwaltschaft geht von einem Kapitalverbrechen aus. Der festgenommene Mann liegt nach einer schweren, nach EinschĂ€tzung der Behörden selbst zugefĂŒgten Verletzung in kritischem Zustand im Krankenhaus und wird dort bewacht.

Seine IdentitĂ€t und die genaue Beziehung zu Lisa sind zunĂ€chst nicht geklĂ€rt. FĂŒr die Ermittler dĂŒrfte nun entscheidend sein, den Ablauf zwischen dem Verschwinden am Dienstagmorgen und dem Fund am Sonntag zu rekonstruieren. Dazu gehören die Spurensicherung im Haus, die Auswertung möglicher Kommunikations- und Bewegungsdaten sowie die Befragung von Zeugen.

Was nun geklÀrt werden muss

FĂŒr Angehörige und Anwohner bedeutet der Leichenfund Gewissheit ĂŒber das Schicksal der SchĂŒlerin, zugleich beginnt die strafrechtliche Aufarbeitung. Über die genaue Todesursache, den Zeitpunkt des Todes und ein mögliches Motiv liegen zunĂ€chst keine Angaben vor.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

n-tv: „Polizei findet Leiche: Vermisste 13-jĂ€hrige Lisa aus Berlin ist tot“ (08.11.2026)

Der Bericht bestĂ€tige den Fund der vermissten SchĂŒlerin und die Festnahme eines schwer verletzten Mannes. Er hebe zusĂ€tzlich hervor, dass der Fundort mehr als 50 Kilometer vom Wohnort entfernt liege; zur IdentitĂ€t des Mannes und zum Ablauf blieben Fragen offen.

rbb24: „Berlin Vermisste 13-JĂ€hrige aus Marzahn in Brandenburg tot aufgefunden“ (08.11.2026)

Der rbb berichte ebenfalls ĂŒber den Fund in einem unbewohnten GebĂ€ude bei Bad Freienwalde und den festgenommenen VerdĂ€chtigen. Im Mittelpunkt stĂŒnden der kritische Zustand des Mannes und die noch ausstehenden weiteren Ermittlungsangaben.

Beide Berichte stimmten beim Fundort, beim Tod der SchĂŒlerin und bei der Festnahme ĂŒberein. Unterschiede lĂ€gen vor allem in der Gewichtung des rĂ€umlichen Abstands und des Gesundheitszustands des VerdĂ€chtigen; IdentitĂ€t, TodesumstĂ€nde und Motiv seien offen.

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