Berlin-Marzahn, Vermisstensuche

Vermisstensuche in Berlin: Polizei sucht Lisa T. weiter

Veröffentlicht am: 07.11.2026 um 10:31 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die 13-Jährige wurde seit Dienstag vermisst, nachdem sie auf dem Weg zur Schule nicht angekommen war. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen einem Anfangsverdacht für eine Straftat nach; die Suche wird mit Hubschrauber und Spürhunden fortgesetzt.

Lisa T. blieb am Dienstag verschwunden

  • Lisa T. verließ am Dienstag gegen 7.15 Uhr ihr Wohnhaus in Berlin-Marzahn.
  • Sie wollte vom Barnimplatz zur Schule in der Sella-Hasse-Straße fahren.
  • Die Mordkommission bittet um Hinweise zu ihrem Aufenthaltsort oder möglichen Sichtungen.
Bei der Suche am Freitag wurden auch Spürhunde und ein Hubschrauber eingesetzt. - Bild: Manuel Genolet/dpa

Polizei setzt Suche nach Lisa T. in Marzahn fort

Die Suche nach der 13-jährigen Lisa T. aus Berlin-Marzahn geht am Samstag weiter. Die Polizei war nach Angaben des Sprechers der Berliner Staatsanwaltschaft Michael Petzold am Morgen bereits vor Ort.

Schülerin kam nicht in der Schule an

Lisa T. verließ am Dienstag gegen 7.15 Uhr ihr Wohnhaus, um gegen 7.30 Uhr vom Barnimplatz zu ihrer Schule in der Sella-Hasse-Straße zu fahren. Dort kam sie nicht an; nach Angaben der Staatsanwaltschaft besteht der Anfangsverdacht für eine Straftat.

Hubschrauber und Spürhunde im Einsatz

Am Freitag suchten Einsatzkräfte in dem von Plattenbauten und Grünflächen geprägten Wohngebiet. Dabei überflog ein Hubschrauber das Gebiet, außerdem kamen Spürhunde zum Einsatz.

Mordkommission bittet um Hinweise

Die Mordkommission bittet um Angaben dazu, wo sich Lisa aktuell befindet oder wer sie am Dienstag auf dem Weg zur Schule gesehen hat. Die Polizei hatte bereits am Dienstag ein Foto und einen Fahndungsaufruf veröffentlicht.

Lisa T. wird als 1,60 bis 1,65 Meter groß und schlank beschrieben. Sie hat lange dunkle Haare, ist dem Foto zufolge asiatischstämmig und trug zuletzt eine schwarze Winterjacke, ein graues Oberteil, eine blaue Jeans, weiße Sneaker sowie einen schwarzen Rucksack.

Vermisstenfälle mit Kindern und Jugendlichen lösen in Berlin regelmäßig umfangreiche Suchmaßnahmen aus. Entscheidend sind dabei die ersten bekannten Wege, Zeitpunkte und möglichen Sichtungen, weil Ermittler daraus Bewegungsprofile erstellen und Suchgebiete eingrenzen können.

Im Fall von Lisa T. konzentriert sich das bekannte Geschehen auf den morgendlichen Weg zwischen ihrem Wohnhaus in Marzahn, dem Barnimplatz und der Schule in der Sella-Hasse-Straße. Der Anfangsverdacht einer Straftat verändert die Ermittlungsrichtung: Neben der Suche nach dem Mädchen werden auch mögliche Spuren und Hinweise auf ein Fremdverschulden geprüft.

Ermittlungen und Hinweise

Hubschrauber und Spürhunde ergänzen die Befragung von Anwohnern und möglichen Zeugen. Für die Bevölkerung sind deshalb insbesondere Beobachtungen am Dienstagmorgen sowie Informationen zu möglichen Kontakten seit dem Verschwinden relevant. Hinweise sollten direkt an die Polizei oder in dringenden Fällen über den Notruf 110 gegeben werden.

Die Suche wird am Samstag fortgesetzt. Eine schnelle öffentliche Reaktion kann dabei helfen, zeitlich und räumlich passende Beobachtungen zusammenzuführen, ohne die Ermittlungen durch Spekulationen oder unbestätigte Angaben zu belasten.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

Frankfurter Rundschau: „Angst um Lisa T.: 13-Jährige verschwindet auf Schulweg in Berlin – Polizei hat bereits Verdacht“ (06.11.2026)

Der Beitrag habe über die Suche mit Spürhunden und Hubschrauber berichtet und die Ermittlungen der 5. Mordkommission eingeordnet. Zusätzlich habe er den erneuten Fahndungsaufruf und konkrete Hinweise für mögliche Zeugen hervorgehoben.

rbb24: „Große Suchaktion: 13-jähriges Mädchen aus Marzahn vermisst“ (06.11.2026)

Der rbb habe den Einsatz im Marzahner Wohngebiet und den Anfangsverdacht einer Straftat beschrieben. Anders als die Frankfurter Rundschau habe der Beitrag stärker den Ablauf der Suche und die polizeiliche Vermisstenfahndung erläutert.

Beide Beiträge hätten die Vermisstensuche und den Verdacht einer Straftat bestätigt. Unterschiede lägen vor allem bei der Gewichtung von Ermittlungsdetails, während der weitere Verlauf der Suche und der Aufenthaltsort des Mädchens offen blieben.

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