Venezuela, Erdbeben

Erhebliche SchÀden nach zwei starken Erdbeben in Venezuela

25.06.2026 - 03:21:46 | dpa.de

Videos zeigen SchĂ€den an GebĂ€uden und am Flughafen der Hauptstadt Caracas. Unweit des Epizentrums leben Hunderttausende Menschen. Es werden Opfer befĂŒrchtet.

  • Unter den TrĂŒmmern werden Opfer befĂŒrchtet.  - Bild: Ariana Cubillos/AP/dpa
    Unter den TrĂŒmmern werden Opfer befĂŒrchtet. - Bild: Ariana Cubillos/AP/dpa
  • RettungskrĂ€fte waren in eingestĂŒrzten GebĂ€uden im Einsatz. - Bild: Ariana Cubillos/AP/dpa
    RettungskrĂ€fte waren in eingestĂŒrzten GebĂ€uden im Einsatz. - Bild: Ariana Cubillos/AP/dpa
  • In Caracas und mehreren Bundesstaaten kam es zu SchĂ€den. - Bild: Adrian Naranjo/AP/dpa
    In Caracas und mehreren Bundesstaaten kam es zu SchÀden. - Bild: Adrian Naranjo/AP/dpa
  • Menschen liefen in Panik auf die Straße. - Bild: Adrian Naranjo/AP/dpa
    Menschen liefen in Panik auf die Straße. - Bild: Adrian Naranjo/AP/dpa
Unter den TrĂŒmmern werden Opfer befĂŒrchtet.  - Bild: Ariana Cubillos/AP/dpa RettungskrĂ€fte waren in eingestĂŒrzten GebĂ€uden im Einsatz. - Bild: Ariana Cubillos/AP/dpa In Caracas und mehreren Bundesstaaten kam es zu SchĂ€den. - Bild: Adrian Naranjo/AP/dpa Menschen liefen in Panik auf die Straße. - Bild: Adrian Naranjo/AP/dpa

Innerhalb von weniger als einer Minute haben zwei sehr starke Erdbeben Venezuela erschĂŒttert und betrĂ€chtliche SchĂ€den angerichtet. Die US-Erdbebenwarte USGS gab die StĂ€rke der ErschĂŒtterungen mit 7,2 und 7,5 an. Demnach zĂ€hlten die Erdbeben zu den weltweit stĂ€rksten des laufenden Jahres. Das zweite und stĂ€rkere Beben ereignete sich in einer Tiefe von nur 10 Kilometern, weswegen mit großen SchĂ€den und auch Opfern zu rechnen war. EinsatzkrĂ€fte suchten nach möglicherweise verschĂŒtteten Menschen. Die Regierung rief den Notstand aus. 

In der Hauptstadt Caracas stĂŒrzten GebĂ€ude ein, wie im Fernsehen zu sehen war. In sozialen Netzwerken kursierten Videos von beschĂ€digten GebĂ€uden und SchĂ€den unter anderem am Flughafen von Caracas. Videos zeigten, wie verĂ€ngstigte Menschen am Flughafen versuchten, sich in Sicherheit zu bringen, wĂ€hrend der Boden bebte und Staubwolken aufstiegen.

Die geschĂ€ftsfĂŒhrende PrĂ€sidentin Delcy RodrĂ­guez sprach von einem «Vorfall mit schwerwiegenden Folgen». Genaue Angaben zum Ausmaß der SchĂ€den oder zu Opferzahlen machte sie nur wenige Stunden nach den Beben zunĂ€chst nicht. PrioritĂ€t hĂ€tten nun die Rettungsarbeiten, sagte RodrĂ­guez. Der Schulunterricht werde ausgesetzt, der Zugverkehr eingestellt. Auch der Flughafen Caracas habe wegen SchĂ€den den Betrieb eingestellt. 

Das erste Beben ereignete sich am Mittwoch um 18:04 Uhr (Ortszeit; 00:04 MESZ Donnerstag) 24 Kilometer östlich von San Felipe im Nordwesten des sĂŒdamerikanischen Landes in einer Tiefe von 21,9 Kilometern. Das zweite Erbeben ereignete nur wenige Kilometer weiter nördlich. 

Allein in den relativ nahegelegenen StÀdten Puerto Cabello und San Felipe leben nach USGS-Angaben zusammen etwas mehr als 400.000 Menschen. Eine automatische Modellrechnung der US-Erdbebenwarte basierend auf der StÀrke des Bebens und der NÀhe einiger StÀdte legte eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit von mehr als Tausend Todesopfern nahe. Von den örtlichen Behörden gab es dazu zunÀchst keine Angaben. 

Die Millionenstadt Caracas, aus der nach den Beben die ersten Bilder und Berichte kamen, lag dabei nicht besonders nah am Epizentrum, sondern mehr als 150 Kilometer östlich davon. 

Innenminister: «Äußerst alarmierende Situation»

«Wir haben es mit einer Ă€ußerst alarmierenden Situation zu tun», sagte Innenminister Diosdado Cabello im Fernsehen. In mindestens sieben Bundesstaaten sowie in Caracas sei das Beben zu spĂŒren gewesen. Einige GebĂ€ude seien eingestĂŒrzt. Er rief die Menschen dazu auf, an sicheren Orten zu bleiben. Nach schweren Erdbeben seien normalerweise Nachbeben zu erwarten, die bereits beschĂ€digte GebĂ€ude zum Einsturz bringen könnten, warnte der Minister. Um Explosionen zu verhindern, hĂ€tten die Behörden angeordnet, die Gaszufuhr zu unterbrechen.

Die venezolanische FriedensnobelpreistrĂ€gerin und OppositionsfĂŒhrerin MarĂ­a Corina Machado, die sich derzeit nicht in Venezuela aufhĂ€lt, schrieb auf der Plattform X: «Mein Herz, meine unendliche Umarmung und meine Gebete gelten in diesen Stunden der Not jeder venezolanischen Familie. Mögen StĂ€rke, Ruhe und SolidaritĂ€t in dieser schwierigen Zeit unter uns herrschen».

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