Nabu: GummibĂ€nder im BiomĂŒll als tödliche Gefahr fĂŒr Störche
25.08.2023 - 16:44:52300 GummibĂ€nder hatte ein junger Storch in Sachsen-Anhalt in seinem Magen. Er starb - und ist kein Einzelfall. Zum Schutz der Störche hat der Naturschutzbund (Nabu) dazu aufgerufen, beim Entsorgen von GummibĂ€ndern achtsamer zu sein - und diese auf keinen Fall zum Beispiel mit Schnittblumenresten in den BiomĂŒll zu geben.
Die Tiere halten die Gummis fĂŒr RegenwĂŒrmer und nehmen sie als vermeintliche Nahrung auf, wie die TierschĂŒtzer am Freitag mitteilten. Demnach sterben die Störche hĂ€ufig an den Folgen.
Zwei Jungstörche aus Bad DĂŒrrenberg in Sachsen-Anhalt etwa sind gestorben, nachdem sie ĂŒber Wochen von ihren Eltern mit GummibĂ€ndern gefĂŒttert worden waren. Eines der Tiere hatte 300 GummibĂ€nder mit einem Gewicht von 600 Gramm im Magen. Ein drittes Tier aus dem Nest ist verschwunden.
Der Nabu versucht herauszufinden, wo die GummibĂ€nder herkommen, und hat bereits erste Erkenntnisse: Im Stadtgebiet von Bad DĂŒrrenberg wurden sie in Biotonnen gefunden. Es sei sehr wahrscheinlich, dass die Gummis aus den Biotonnen ĂŒber Kompostieranlagen in die Natur gelangen, hieĂ es.
Nicht nur Privathaushalte, sondern auch SupermĂ€rkte, WochenmĂ€rkte, GemĂŒsehĂ€ndler, BlumenlĂ€den und Landwirte kĂ€men als Verursacher infrage. Bei der Entsorgung mit Gummis gebĂŒndelter Ware, wie Schnittblumen oder Radieschen, oder bei deren BĂŒndelung gelangen die Gummis ĂŒber den BiomĂŒll auf AckerflĂ€chen, wie es hieĂ.


