Tote, FĂ€hrunglĂŒck

Vier Tote nach FĂ€hrunglĂŒck vor Bali - Dutzende noch vermisst

03.07.2025 - 04:35:04

Vor der Urlaubsinsel Bali ist eine FĂ€hre gesunken. Mehrere Tote wurden geborgen, Dutzende Menschen werden noch im Meer vermisst. Ob Touristen auf dem Schiff unterwegs waren, ist noch unklar.

Nach dem Kentern einer FĂ€hre vor der indonesischen Insel Bali mit Dutzenden Passagieren an Bord sind vier Menschen tot geborgen worden. Bis zum Morgen (Ortszeit) wurden zudem zehn Überlebende gefunden, wie die Behörden mitteilten. Die FĂ€hre war auf dem Weg von der Nachbarinsel Java zum Hafen von Gilimanuk auf Bali.

Das Schiff, die KMP Tunu Pratama Jaya, sei am spÀten Abend (Ortszeit) aus dem Hafen von Ketapang auf Java ausgelaufen und habe rund 20 Minuten spÀter ein Notsignal gesendet, sagte Wahyu Setiabudi, Koordinator der örtlichen Such- und Rettungsstation. An Bord waren 65 Menschen, darunter 53 Passagiere und 12 Besatzungsmitglieder. 

Mehrere der Überlebenden seien im Meer vor Cekik auf Bali gerettet worden. Sie hĂ€tten sich auf einem Rettungsfloß in Sicherheit gebracht, teilten die Behörden mit.

Die FĂ€hre transportierte auch mehr als 80 Fahrzeuge, darunter rund 20 große Lastwagen und Autos sowie viele MotorrĂ€der. Ob auch Touristen betroffen sind, war zunĂ€chst unklar - jedoch benutzen generell nur wenige Urlauber diese FĂ€hrverbindung. Die Überfahrt dauert normalerweise weniger als eine Stunde.

Leck im Maschinenraum?

Ein Suchteam wurde nach dem Notsignal zum letzten bekannten Standort des Schiffes entsandt, jedoch erschwerten schlechtes Wetter und bis zu 2,5 Meter hohe Wellen die Suche, erklÀrte Wahyu. Inoffizielle Berichte unter Hafenarbeitern deuten darauf hin, dass das Schiff vor dem Kentern möglicherweise ein Leck im Maschinenraum hatte.

Ein hinterherfahrendes Schiff meldete derweil, dass die FĂ€hre gekentert sei und sĂŒdwĂ€rts treibe. Berichten zufolge soll sie anschließend gesunken sein. Indonesien, ein Staat mit ĂŒber 17.000 Inseln, ist stark auf den FĂ€hrverkehr angewiesen. Sicherheitsstandards werden jedoch oft unzureichend durchgesetzt. UnfĂ€lle sind in dem Land keine Seltenheit.

@ dpa.de