Tote, FĂ€hrunglĂŒck

Tote bei FĂ€hrunglĂŒck vor Bali - Dutzende Passagiere vermisst

03.07.2025 - 06:45:20

Vor der Urlaubsinsel Bali ist in der Nacht eine FĂ€hre gesunken. FĂŒr mehrere Menschen kam jede Hilfe zu spĂ€t, Dutzende werden noch im Meer vermisst. Aber es gibt auch Überlebende.

  • Seit der Nacht suchen EinsatzkrĂ€fte nach Überlebenden. - Foto: BASARNAS/BASARNAS/AP/dpa

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  • Am Hafen auf Java warteten viele Menschen auf Informationen. - Foto: Andur/AP/dpa

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Seit der Nacht suchen EinsatzkrĂ€fte nach Überlebenden. - Foto: BASARNAS/BASARNAS/AP/dpaAm Hafen auf Java warteten viele Menschen auf Informationen. - Foto: Andur/AP/dpa

Vor der indonesischen Insel Bali ist eine FĂ€hre mit Dutzenden Passagieren an Bord gesunken. Bis zum Morgen (Ortszeit) hĂ€tten EinsatzkrĂ€fte vier Leichen und 29 Überlebende gefunden, sagte Nanang Sigit, Leiter der Such- und Rettungsagentur der Stadt Surabaya. Mehr als 30 Menschen werden noch vermisst. Die FĂ€hre war auf dem Weg von der Nachbarinsel Java zum Hafen von Gilimanuk an der Westspitze von Bali.

Das Schiff, die KMP Tunu Pratama Jaya, sei am spÀten Abend (Ortszeit) aus dem Hafen von Ketapang auf Java ausgelaufen und habe rund 20 Minuten spÀter ein Notsignal gesendet, sagte Wahyu Setiabudi, Koordinator der örtlichen Such- und Rettungsstation. An Bord waren 65 Menschen, darunter 53 Passagiere und 12 Besatzungsmitglieder. 

Mehrere der Überlebenden seien im Meer vor Cekik auf Bali gerettet worden. Sie hĂ€tten sich auf einem Rettungsfloß in Sicherheit gebracht, teilten die Behörden mit. Im Hafen von Ketapang bangten zahlreiche Angehörige um ihre Lieben und warteten auf Nachrichten. Die Behörden suchten mit zehn Schiffen im Meer und an den KĂŒsten nach Vermissten.

GefÀhrliche Meerenge mit starker Strömung

Die FĂ€hre transportierte auch mehr als 80 Fahrzeuge, darunter große Lastwagen und Autos sowie viele MotorrĂ€der. Ob auch Touristen betroffen sind, war zunĂ€chst unklar - jedoch benutzen generell nur wenige Urlauber diese FĂ€hrverbindung. 

Die Überfahrt in der Straße von Bali - einer schmalen, aber oft turbulenten Meerenge, die fĂŒr starke Strömungen und plötzliche WetterumschwĂŒnge bekannt ist - dauert normalerweise weniger als eine Stunde. Viele Indonesier pendeln zwischen Java und Bali, den beiden verkehrsreichsten und am dichtesten besiedelten Inseln des sĂŒdostasiatischen Landes.

Leck im Maschinenraum?

Ein Einsatzteam war gleich nach dem Notsignal zum letzten bekannten Standort des Schiffes entsandt worden, jedoch erschwerten schlechtes Wetter und bis zu 2,5 Meter hohe Wellen die Suche, erklÀrte Wahyu. Inoffizielle Berichte unter Hafenarbeitern deuten darauf hin, dass das Schiff vor dem Kentern möglicherweise ein Leck im Maschinenraum hatte.

Ein hinterherfahrendes Schiff meldete derweil, dass die FĂ€hre gekentert sei und sĂŒdwĂ€rts treibe. Berichten zufolge soll sie anschließend gesunken sein. Indonesien, ein Staat mit ĂŒber 17.000 Inseln, ist stark auf den FĂ€hrverkehr angewiesen. Sicherheitsstandards werden jedoch oft unzureichend durchgesetzt. UnfĂ€lle sind in dem Land keine Seltenheit.

@ dpa.de