Tote, WaldbrÀnden

Mehr als 60 Tote bei WaldbrÀnden in Chile

04.02.2024 - 19:00:31

WaldbrĂ€nde sind in den Sommermonaten in Chile nicht unĂŒblich. Doch in diesem Jahr steigen die Opferzahlen rapide. Die Regierung befĂŒrchtet eine der schlimmsten Notlagen seit Jahren.

  • Ein Feuerwehrmann blickt nach oben, als die Flammen eines Waldbrandes auf GebĂ€ude ĂŒbergreifen. - Foto: Cristobal Basaure/AP

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  • Rauchwolken hĂ€ngen nach einem Großbrand in der Luft ĂŒber Vina Del Mar in Chile. - Foto: Cristobal Basaure Araya/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa

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  • Pferde werden vor einem sich ausbreitenden Waldbrand in Sicherheit gebracht. - Foto: Esteban Felix/AP/dpa

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  • Flucht vor den Flammen. - Foto: Esteban Felix/AP

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Ein Feuerwehrmann blickt nach oben, als die Flammen eines Waldbrandes auf GebĂ€ude ĂŒbergreifen. - Foto: Cristobal Basaure/APRauchwolken hĂ€ngen nach einem Großbrand in der Luft ĂŒber Vina Del Mar in Chile. - Foto: Cristobal Basaure Araya/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpaPferde werden vor einem sich ausbreitenden Waldbrand in Sicherheit gebracht. - Foto: Esteban Felix/AP/dpaFlucht vor den Flammen. - Foto: Esteban Felix/AP

Bei heftigen WaldbrĂ€nden in Chile ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 64 gestiegen. «Wir wissen, dass diese Zahl noch deutlich ansteigen wird», sagte PrĂ€sident Gabriel Boric am Sonntag bei einem Besuch im Katastrophengebiet in der Region ValparaĂ­so an der PazifikkĂŒste. Mehr als 300 Menschen wurden noch vermisst.

«Das ist die schlimmste Tragödie, die unser Land seit dem Erdbeben von 2010 erlebt», sagte der Staatschef. Damals waren mehr als 520 Menschen ums Leben gekommen. PrĂ€sident Boric kĂŒndigte ab Montag eine zweitĂ€gige Staatstrauer zu Ehren der Todesopfer an. 

Die Forstbehörde registrierte am Sonntag im ganzen Land 161 BrĂ€nde auf einer FlĂ€che von insgesamt mehr als 28.000 Hektar. Tausende HĂ€user seien beschĂ€digt oder zerstört, allein in der Region ValparaĂ­so seien es mehr als 3000, sagte Innenministerin Carolina TohĂĄ. Die Region westlich der Hauptstadt Santiago, wo nach Angaben der Regierung etwa 1,8 Millionen Menschen leben, ist am schwersten von den BrĂ€nden betroffen. Nahe der KĂŒstenstĂ€dte ValparaĂ­so und Viña del Mar habe sich ein Brand auf eine FlĂ€che von etwa 11.000 Hektar ausgeweitet, hieß es.

Ausnahmezustand ausgerufen

Bereits am Freitag hatte PrĂ€sident Boric wegen der Katastrophe den Ausnahmezustand in den betroffenen Gebieten erklĂ€rt, um alle nötigen Ressourcen mobilisieren zu können. Nun habe er das Verteidigungsministerium angewiesen, mehr MilitĂ€reinheiten einzusetzen. FĂŒr einige Gemeinden wurde eine Ausgangssperre verhĂ€ngt, um die Lösch- und Rettungsarbeiten zu erleichtern.  

Es werde untersucht, ob die BrĂ€nde möglicherweise absichtlich gelegt worden seien, sagte PrĂ€sident Boric. Er kĂŒndigte Ermittlungen an, «obwohl es schwer vorstellbar ist, wer solch eine Tragödie und so viel Schmerz verursacht». Nach Angaben der Innenministerin lagen der Regierung im Fall des Brandes nahe ValparaĂ­so «ernstzunehmende Informationen» vor, dass er vorsĂ€tzlich gelegt wurde. Weiter sĂŒdlich in der Region Maule sei eine Person festgenommen worden, die bei Arbeiten mit einem SchweißgerĂ€t einen Brand verursacht habe.

Im Sommer auf der SĂŒdhalbkugel kommt es in Chile immer wieder zu schweren WaldbrĂ€nden. Im vergangenen Jahr brannten im Zentrum und im SĂŒden Chiles mehr als 425.000 Hektar Land ab - das entspricht in etwa der achtfachen FlĂ€che des Bodensees. Mindestens 26 Menschen kamen ums Leben.

@ dpa.de