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Tod von Hanna: Ex-MithÀftling belastet Angeklagten erneut

08.10.2025 - 15:26:29

War der Tod von Hanna aus Aschau ein Mord oder ein Unfall? Mit dieser Frage beschÀftigt sich das Landgericht Traunstein - erneut. Ein MithÀftling sagte aus - und wiederholte eine Aussage.

  • Der neu aufgerollte Mordprozess um den Tod der Studentin Hanna aus Aschau wird fortgesetzt. (Archivbild) - Foto: Felix Hörhager/dpa

    Felix Hörhager/dpa

  • In dieser Disco hatte die Medizin-Studentin noch gefeiert, bevor sie starb. (Archivbild) - Foto: Uwe Lein/dpa

    Uwe Lein/dpa

Der neu aufgerollte Mordprozess um den Tod der Studentin Hanna aus Aschau wird fortgesetzt. (Archivbild) - Foto: Felix Hörhager/dpaIn dieser Disco hatte die Medizin-Studentin noch gefeiert, bevor sie starb. (Archivbild) - Foto: Uwe Lein/dpa

Im Mordprozess um den Tod von Hanna aus dem oberbayerischen Aschau ist der Angeklagte von einem ehemaligen MithĂ€ftling erneut schwer belastet worden. Der Angeklagte habe ihm gegenĂŒber Ende 2022 eingerĂ€umt, die Studentin bewusstlos geschlagen und dann in den Fluss geworfen zu haben, sagte der Zeuge vor dem Landgericht Traunstein. Die beiden MĂ€nner hatten sich im GefĂ€ngnis kennengelernt, als der Angeklagte in Untersuchungshaft saß. 

Zeuge galt als nicht glaubwĂŒrdig

Bereits in einem ersten Strafverfahren hatte der MithĂ€ftling von diesem GesprĂ€ch berichtet und galt damit als Hauptbelastungszeuge. Im MĂ€rz 2024 wurde der Angeklagte zu einer Jugendstrafe von neun Jahren Haft verurteilt. Im vergangenen Juni kam der heute 23-JĂ€hrige aber wieder frei. Das Landgericht erklĂ€rte, dass die Aussage des Hauptbelastungszeugen nach vorlĂ€ufiger WĂŒrdigung nicht glaubwĂŒrdig sei. Der Bundesgerichtshof hatte das Urteil zudem wegen eines Verfahrensfehlers aufgehoben, der neue Prozess begann Ende September.

Insgesamt hat das Landgericht Traunstein 26 Tage fĂŒr die Verhandlung angesetzt. Das Urteil könnte nach derzeitiger Planung kurz vor Weihnachten, am 19. Dezember, fallen.

Tod vor drei Jahren

2022 hatte der Tod der damals 23 Jahre alten Studentin fĂŒr Aufsehen gesorgt. In der Nacht zum 3. Oktober hatte sie in der Disco «Eiskeller» in Aschau gefeiert und wollte gegen 2.20 Uhr nach Hause. Dort kam sie aber nie an. Stattdessen wurde am Nachmittag ihre Leiche im Fluss Prien entdeckt.

In einem aufwendigen Indizienprozess wurde der Angeklagte 2024 zu einer Jugendstrafe von neun Jahren verurteilt. Der Bundesgerichtshof (BGH) hob die Entscheidung aber wegen eines Verfahrensfehlers auf. Dabei ging es um einen Befangenheitsantrag der Verteidigung gegen die damalige Vorsitzende Richterin.

Die Staatsanwaltschaft geht in ihrer Anklage weiter davon aus, dass der junge Mann die Studentin in der Nacht aus sexuellen Motiven von hinten angegriffen und in den Bach geworfen habe, wo sie ertrank. Die Verteidigung dagegen spricht von einem Unfall.

@ dpa.de