Deutschland, Jahreswechsel

Krieg und Katastrophen: Mehr Menschen wollen zur Feuerwehr

24.12.2025 - 04:30:05

Was passiert, wenn es zu wenige Freiwillige gibt? Der Feuerwehrverband warnt und fordert neue Anreize fĂŒr EinsatzkrĂ€fte.

  • Die Feuerwehren in Deutschland verzeichnen mehr Zulauf. (Illustration) - Foto: Marcel Kusch/dpa

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  • Der PrĂ€sident des Deutschen Feuerwehrverbands, Karl-Heinz Banse, sieht ein Umdenken in Deutschland. (Archivbild) - Foto: Daniel SchĂ€fer/dpa/ZB

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Die Feuerwehren in Deutschland verzeichnen mehr Zulauf. (Illustration) - Foto: Marcel Kusch/dpaDer PrÀsident des Deutschen Feuerwehrverbands, Karl-Heinz Banse, sieht ein Umdenken in Deutschland. (Archivbild) - Foto: Daniel SchÀfer/dpa/ZB

EinsĂ€tze wegen Naturkatastrophen und der Krieg in der Ukraine haben den Feuerwehren in Deutschland nach eigenen Angaben mehr Mitglieder beschert. «Das hat den ein oder anderen wachgerĂŒttelt, der sich sagt: Wir mĂŒssen wieder zusammenhalten und uns gegenseitig helfen», sagte der PrĂ€sident des Feuerwehrverbandes, Karl-Heinz Banse, der Deutschen Presse-Agentur. Bundesweit gab es demnach mehr als eine Million EinsatzkrĂ€fte bei freiwilligen Feuerwehren. Bei den Berufsfeuerwehren waren es mehr als 39.000.

«Wir spĂŒren plötzlich, dass viele Jugendliche und Erwachsene bei der Feuerwehr mitmachen wollen», sagte Banse. «Es gibt ein Umdenken.» Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine habe dazu beigetragen, dass viele Menschen realisierten, nicht mehr in einer «Komfortgesellschaft» zu leben.

Was passieren könnte, wenn es nicht mehr genug Freiwillige gibt

Die Feuerwehren sind auf Freiwillige angewiesen. «Wenn es die Freiwilligen Feuerwehren nicht mehr gĂ€be, mĂŒssten ĂŒberall hauptamtliche Feuerwehren eingerichtet werden, die wĂŒrde es aber nicht mehr flĂ€chendeckend geben», sagte der Verbandschef. Aktuell gebe es in nahezu jedem Dorf eine Feuerwehr. Sie muss in einer bestimmten vorgeschriebenen Zeit an einem Einsatzort sein. 

«Wenn ich nur noch hauptamtliche KrĂ€fte hĂ€tte, dann wird es vielleicht in einem Landkreis nur noch zwei, drei Standorte geben», sagte Banse. «Dann dauert es eben keine zehn Minuten, dann dauert es 30 Minuten oder noch lĂ€nger, bis EinsatzkrĂ€fte vor Ort ist.» Dann sehe es fĂŒr eine bei einem Unfall im Auto eingeklemmte Person oder Menschen in einem brennenden Haus nicht gut aus.

Verband fordert: Ehrenamt weiter stÀrken

Der Verband wirbt angesichts der Bedeutung von Freiwilligen bei EinsĂ€tzen fĂŒr eine weitere StĂ€rkung des Ehrenamts. Es habe bereits Verbesserungen gegeben, wie eine AufwandsentschĂ€digung, sagte Banse. «Man könnte zum Beispiel darĂŒber nachdenken, Feuerwehrleute kostenlos Bahn fahren zu lassen, wenn sie in Uniform unterwegs sind.» EinsatzkrĂ€fte könnten darĂŒber hinaus bei der Vergabe von GrundstĂŒcken oder Wohnungen in der NĂ€he von FeuerwehrhĂ€usern bevorzugt werden.

@ dpa.de