SchÀden nach Starkregen und Gewittern
02.05.2024 - 21:26:44Nach zahlreichen UnwetterschÀden durch Gewitter und Starkregen am Donnerstag in einigen Regionen im Westen Deutschlands hat sich die Lage in der Nacht wieder entschÀrft. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hob alle Unwetterwarnungen auf - doch vielerorts war der Schaden durch die Wassermassen da bereits geschehen.
StraĂen wurden ĂŒberflutet, das Erdgeschoss eines Altenheims musste evakuiert werden, an FlughĂ€fen und im Bahnverkehr kam es zu Behinderungen. Im Ahrtal weckten die Wassermassen böse Erinnerungen an die Flutkatastrophe von 2021, auch wenn das Unwetter diesmal weitaus glimpflicher ablief.
In Teilen Baden-WĂŒrttembergs ĂŒberfluteten angeschwollene BĂ€che gestern Fahrbahnen. Besonders hart traf es Bisingen sĂŒdwestlich von TĂŒbingen, wo laut Polizei am frĂŒhen Abend Keller und StraĂen unter Wasser standen. Das Rote Kreuz sprach von 60 Einsatzorten in der Region, auch ein Polizeihubschrauber wurde zur UnterstĂŒtzung gerufen. Am spĂ€teren Abend entspannte sich die Lage laut Polizei.
In Heiligkreuzsteinach bei Heidelberg drohte laut Polizei ein Hang abzurutschen. In der Landeshauptstadt Stuttgart fĂŒhrten BlitzeinschlĂ€ge zu mehreren FeuerwehreinsĂ€tzen, einige StraĂen wurden gesperrt. Im Raum Sigmaringen wurde ein Stellwerk der Bahn durch Blitzschlag lahmgelegt, weshalb am frĂŒhen Abend keine Zugfahrten in der Region möglich waren - es kam zu VerspĂ€tungen und TeilausfĂ€llen.
Erinnerungen an Flutkatastrophe 2021
Rund 300 HilfseinsĂ€tze gab es auch im von der Flutkatastrophe 2021 getroffenen Kreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Verletzt wurde diesmal jedoch niemand, wie die Polizei mitteilte - es blieb bei vollgelaufenen Kellern und ĂŒberfluteter StraĂen. Die PegelstĂ€nde der Ahr, ihrer NebenflĂŒsse und -bĂ€che wurden engmaschig beobachtet.
Bei der Flutkatastrophe im Sommer 2021 waren in Rheinland-Pfalz 136 Menschen gestorben, davon 135 in der Ahr-Region und einer im Raum Trier. Tausende HĂ€user wurden zerstört, StraĂen und BrĂŒcken weggespĂŒlt. In den Stunden der Flut gab es mehr als 3000 FeuerwehreinsĂ€tze im Ahrtal.
Auch in Trier wurden GESTERN StraĂen nach Starkregen ĂŒberspĂŒlt, hinzu kamen und Hagelschauer. Das PolizeiprĂ€sidium Koblenz berichtete von umgestĂŒrzten BĂ€umen. Auch aus JĂŒnkerath in der Vulkaneifel wurden erhebliche SachschĂ€den durch vollgelaufene Keller und ĂŒberflutete StraĂen gemeldet.
Kanalisationswasser im Krankenhaus, Altenheim teils evakuiert
In Hessen gingen ebenfalls krĂ€ftige Schauer nieder, begleitet von Blitz und Donner. In Frankfurt sorgte der Starkregen nach Angaben der Feuerwehr dafĂŒr, dass im Bethanien-Krankenhaus Wasser aus der Kanalisation eindrang und auch den Intensivbereich der Klinik erreichte. «Wir konnten den Schaden aber relativ schnell eingrenzen und die Ausbreitung verhindern», sagte Feuerwehrsprecher Thorben Schemmel. Die Patientenversorgung sei nicht in Gefahr. Die Feuerwehr saugte das Wasser am frĂŒhen Abend mit SpezialgerĂ€ten ab.
Dunkle Wolken zogen am Abend ĂŒber die Skyline von Frankfurt am Main.
Am Flughafen Frankfurt wurden wĂ€hrend des Gewitters keine Maschinen be- oder entladen, um das Personal zu schĂŒtzen, wie ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport erklĂ€rte. Viele AbflĂŒge und AnkĂŒnfte am Abend verspĂ€teten sich.
Im sĂŒdhessischen Bad Schwalbach wurde das Erdgeschoss eines Altenheims wegen des Starkregens evakuiert. Die Bewohner wurden zu ihrer Sicherheit in die oberen Etagen gebracht, wie die Feuerwehr mitteilte.
Im Landkreis Aschaffenburg in Bayern lösten Unwetter mit Starkregen mehr als 200 FeuerwehreinsÀtze aus. Meist waren vollgelaufene Keller die Ursache, wie die Kreisbrandinspektion mitteilte. Mehr als 500 KrÀfte aus dem gesamten Landkreis waren demnach im Einsatz.
DWD: Heute wird deutlich ruhiger
In der Nacht gab der DWD dann Entwarnung: Alle Unwetterwarnungen in Deutschland konnten aufgehoben werden - auch wenn im Westen zum Tagesstart noch krÀftiger Regen zu erwarten war. Dieser sollte aber am Morgen westwÀrts aus Deutschland abziehen. Im Nordosten könne es noch das eine oder andere krÀftige Gewitter geben, hieà es beim DWD. Es werde jedoch ein deutlich ruhigerer Tag im Vergleich zu gestern. Zudem sei mit Temperaturen von bis zu 25 Grad zu rechnen.











