Bayern, Deutschland

Nach Feueralarm verlängerter Flugbetrieb in München

08.06.2026 - 01:26:41 | dpa.de

Wegen Brandgeruchs im Tower stoppte der Flughafen München am Abend den Betrieb für etwa zwei Stunden. Inzwischen starten und landen wieder Maschinen. Die Ursache des Alarms wurde gefunden.

  • Ein defektes Bauteil sorgte für den Feueralarm im Münchner Tower. - Bild: Sven Hoppe/dpa
    Ein defektes Bauteil sorgte für den Feueralarm im Münchner Tower. - Bild: Sven Hoppe/dpa
  • Die Feuerwehr prüfte die Situation. - Bild: Sven Hoppe/dpa
    Die Feuerwehr prüfte die Situation. - Bild: Sven Hoppe/dpa
  • Die Anzeigetafeln des Flughafens informierten die Reisenden über verspätete und annullierte Flüge. - Bild: Sven Hoppe/dpa
    Die Anzeigetafeln des Flughafens informierten die Reisenden über verspätete und annullierte Flüge. - Bild: Sven Hoppe/dpa
  • Ein technisches Bauteil konnte als Ursache für den Alarm gefunden werden. - Bild: Sven Hoppe/dpa
    Ein technisches Bauteil konnte als Ursache für den Alarm gefunden werden. - Bild: Sven Hoppe/dpa
Ein defektes Bauteil sorgte für den Feueralarm im Münchner Tower. - Bild: Sven Hoppe/dpa Die Feuerwehr prüfte die Situation. - Bild: Sven Hoppe/dpa Die Anzeigetafeln des Flughafens informierten die Reisenden über verspätete und annullierte Flüge. - Bild: Sven Hoppe/dpa Ein technisches Bauteil konnte als Ursache für den Alarm gefunden werden. - Bild: Sven Hoppe/dpa

Nach einem durch ein defektes Bauteil ausgelöstem Feueralarm im Tower des Flughafens München ist der Flugbetrieb am Abend wieder angelaufen. «Der Flugbetrieb läuft wieder ganz normal», sagte ein Sprecher der Flughafengesellschaft. Der Tower sei wieder besetzt. Auf der Internetseite des Airports hieß es, es könne aber weiterhin zu Verzögerungen und Einschränkungen kommen. Das Nachtflugverbot wurde allerdings verkürzt, um die betroffenen Maschinen noch abfertigen zu können.

Zuvor hatte der Flughafen am Sonntagabend mitgeteilt, dass der Betrieb vorübergehend eingestellt worden sei. «Der Tower am Flughafen München wurde um 20:33 Uhr aufgrund von Brandgeruch evakuiert», hieß es auf der Webseite. «Die Deutsche Flugsicherung hat den Flugbetrieb bis auf Weiteres gestoppt.» Rund zwei Stunden später gab es allerdings bereits wieder einzelne Starts. Als Ursache des Alarms wurde zwischenzeitlich ein Defekt in einem Lüfter entdeckt, ein Bauteil wurde ausgewechselt.

Wie viele Flüge insgesamt betroffen gewesen waren, stehe noch nicht konkret fest, sagte der Flughafensprecher. Es werde noch versucht, in der Nacht so viele der verspäteten Flüge wie möglich abzufertigen. Startende Maschinen könnten sich auf den Weg machen, anfliegende Maschinen könnten zudem München ansteuern.

Pfingst-Reiseverkehr war zum großen Teil zuvor schon abgefertigt

Zudem wolle der Airport versuchen, möglichst viele der 35 zwischenzeitlich umgeleiteten Flugzeuge noch nach München zu holen. Mittlerweile seien etliche davon auch bereits gelandet. Das Nachtflugverbot wurden deswegen kurzfristig nach behördlicher Genehmigung um eineinhalb Stunden nach hinten verschoben, so dass der Airport bis 1.30 Uhr am Montagmorgen Flüge abfertigen darf.

Ob der Zwischenfall dann auch am Montag tagsüber noch Auswirkungen auf den Flugbetrieb haben wird, stand zunächst ebenfalls nicht fest. Einige Flüge wurden auch komplett annulliert. Eine genaue Zahl gab es dazu nicht.

Zwar war am Sonntag der letzte Tag der bayerischen Schul-Pfingstferien, der Hauptreiseverkehr sei zu dieser Zeit aber bereits vorbei gewesen. Die meisten Flüge mit Urlaubern seien schon vorher den Tag über abgefertigt worden. Die Anzeigetafeln im Flughafen und der Online-Flugplan zeigten am Abend dennoch noch viele verspätete und einige annullierte Flüge an.

Als Ursache des Brandgeruchs wurde ein technisches Bauteil der Lüftungsanlage des Towers entdeckt. «Das wurde gewechselt und damit ist alles wieder gut», sagte Flughafensprecher Robert Wilhelm. Nach seinen Angaben hatten die Fluglotsen zuvor am Tower zwar Brandgeruch festgestellt, es sei aber kein Feuer und auch kein Rauch gesehen worden. Daraufhin wurde die Feuerwehr zur Klärung der Ursache alarmiert.

Die Fluglotsen im Tower eines Flughafens geben den Piloten von startenden, landenden und rollenden Flugzeugen Anweisungen. Sie verhindern, dass Flugzeuge sich zu nahekommen und haben Sichtkontakt auf das gesamte Vorfeld und die Start- und Landebahnen. Flugzeuge, die gerade nicht in unmittelbarer Flughafennähe unterwegs sind, werden nicht aus dem Tower gesteuert, für sie gibt es eigene Kontrollzentren.

Münchner Airport verfügt über zweiten Tower

Die Deutsche Flugsicherung betreibt vier davon in Deutschland, eines ist ebenfalls auf dem Gelände des Münchner Airports. Nach Angaben des Flughafensprechers gibt es in München neben dem großen, von dem Alarm betroffenen Haupttower, auch noch einen kleinen Nebentower. Von diesem könne in solchen Situation auch Verkehr des Flughafens abgefertigt werden.

Im europäischen Vergleich liegt der Flughafen München bei den Flugbewegungen auf Platz acht unter den größten Flughäfen Europas, wie es im Statistischen Jahresbericht 2025 von Munich Airport heißt. Auf dem Flughafen gibt es dessen Webseite zufolge 150 Shops und 60 Restaurants.

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